Pflegefachkraft Schweiz Gehalt netto: So viel landet wirklich auf deinem Konto

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Du überlegst, als Pflegefachkraft in die Schweiz zu wechseln und fragst dich, was am Ende des Monats wirklich auf deinem Konto landet? Verständlich – denn die Bruttozahlen klingen oft verlockend, aber entscheidend ist ja, was nach allen Abzügen übrig bleibt. In diesem Artikel zeige ich dir transparent, mit welchem Nettolohn du als Pflegefachkraft in der Schweiz rechnen kannst.

Die Schweiz gilt als eines der attraktivsten Länder für Pflegekräfte. Die Löhne liegen deutlich über dem europäischen Durchschnitt und die Wertschätzung für den Pflegeberuf ist spürbar höher. Wenn du mit dem Gedanken spielst, in die Schweiz auszuwandern, lohnt sich ein genauer Blick auf die Zahlen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Pflegefachkräfte verdienen in der Schweiz durchschnittlich zwischen 70.000 und 100.000 CHF brutto pro Jahr
  • Nach allen Abzügen bleiben dir etwa 4.500 bis 6.500 CHF netto im Monat
  • Sozialversicherungen, Pensionskasse und Quellensteuer reduzieren dein Brutto um etwa 15–25 Prozent
  • In Zürich, Genf und Basel verdienst du am meisten, zahlst aber auch mehr für Miete
  • Zulagen für Nachtdienst und Wochenende sowie der 13. Monatslohn erhöhen dein Einkommen spürbar

Was verdient eine Pflegefachkraft in der Schweiz brutto?

Bevor wir uns dem Nettolohn widmen, schauen wir uns die Bruttoverdienste an. Der Durchschnittslohn in der Pflege variiert je nach Qualifikation, Berufserfahrung und Arbeitsort erheblich.

Als diplomierte Pflegefachperson HF oder FH startest du mit einem Einstiegsgehalt von etwa 5.600 bis 6.200 CHF monatlich. Das entspricht einem Jahresgehalt von rund 73.000 bis 80.000 CHF. Mit drei bis zehn Jahren Berufserfahrung steigt dein Gehalt auf 6.500 bis 7.500 CHF monatlich. Erfahrene Fachkräfte mit über zehn Jahren im Beruf erreichen nicht selten 7.500 bis 8.500 CHF pro Monat.

In spezialisierten Bereichen wie der Intensivpflege oder Anästhesie liegen die Gehälter noch höher. Hier sind Jahresgehälter von 90.000 bis 120.000 CHF durchaus realistisch. Auch als Stationsleitung kannst du mit überdurchschnittlichen Verdiensten rechnen.

Diese Abzüge erwarten dich in der Schweiz

Jetzt wird es konkret: Was bleibt vom Brutto übrig? In der Schweiz funktioniert das System etwas anders als in Deutschland. Die obligatorischen Abzüge setzen sich aus mehreren Komponenten zusammen.

Die erste Säule umfasst die staatlichen Sozialversicherungen. Du zahlst etwa 6,4 Prozent deines Bruttolohns für AHV, IV und EO. Dazu kommt die Arbeitslosenversicherung mit rund 1,1 Prozent. Die Unfallversicherung für Nichtberufsunfälle liegt je nach Arbeitgeber zwischen 1 und 2 Prozent.

Die zweite Säule ist die Pensionskasse. Hier werden je nach Alter zwischen 7 und 18 Prozent abgezogen, wobei dein Arbeitgeber mindestens die Hälfte übernimmt. Dein Eigenanteil liegt also bei etwa 3,5 bis 9 Prozent.

Bezüglich Steuern in der Schweiz gilt: Als ausländische Arbeitskraft ohne Niederlassungsbewilligung zahlst du Quellensteuer. Diese wird direkt vom Lohn abgezogen und variiert je nach Kanton zwischen 5 und 15 Prozent. Die Krankenversicherung ist in der Schweiz nicht Teil der Lohnabzüge – du schließt sie privat ab und zahlst je nach Kanton zwischen 300 und 450 CHF monatlich.

Konkrete Netto-Beispiele für Pflegefachkräfte

Damit du dir ein realistisches Bild machen kannst, hier zwei Rechenbeispiele. Du kannst auch unseren Brutto-Netto-Rechner nutzen, um deine individuelle Situation durchzurechnen.

Bei einem Bruttogehalt von 6.500 CHF monatlich sieht die Rechnung ungefähr so aus: Die Sozialversicherungen machen etwa 490 CHF aus. Für die Pensionskasse gehen je nach Alter rund 350 CHF ab. Die Quellensteuer beträgt im Kanton Zürich etwa 620 CHF. Damit landest du bei einem Nettolohn von ungefähr 5.040 CHF. Davon zahlst du noch deine Krankenversicherung, sodass dir effektiv rund 4.650 CHF zur Verfügung stehen.

Bei einem höheren Bruttogehalt von 7.500 CHF steigen zwar die Abzüge proportional, aber auch dein Netto erhöht sich entsprechend auf etwa 5.700 bis 5.900 CHF vor Krankenversicherung.

So unterscheiden sich die Gehälter nach Kanton

Die Schweiz ist ein föderales Land, und das spiegelt sich auch in den Löhnen wider. Die Arbeitsbedingungen in der Pflege unterscheiden sich von Kanton zu Kanton teilweise erheblich.

  • In Zürich verdienen Pflegefachkräfte am besten mit durchschnittlich 7.200 bis 8.000 CHF brutto, zahlen aber auch die höchsten Mieten
  • Genf und Basel bieten ähnlich hohe Gehälter bei ebenfalls hohen Lebenshaltungskosten
  • Im Kanton Bern liegt der Durchschnitt bei etwa 6.500 bis 7.200 CHF brutto
  • Ländliche Kantone wie Thurgau oder Graubünden zahlen etwas weniger, dafür sind die Lebenshaltungskosten deutlich niedriger
  • In der Zentralschweiz findest du einen guten Kompromiss aus Gehalt und Kosten

Wenn du in der Schweiz arbeiten möchtest, lohnt es sich also, nicht nur auf das Gehalt zu schauen, sondern auch die regionalen Lebenshaltungskosten einzukalkulieren.

Zulagen und Extras, die dein Gehalt aufbessern

Ein großer Vorteil in der Schweiz sind die Zulagen in der Pflege. Diese können dein Grundgehalt deutlich aufstocken. Die meisten Arbeitgeber zahlen einen 13. Monatslohn, der dein Jahresgehalt um gut 8 Prozent erhöht.

Für Nachtdienste erhältst du je nach Arbeitgeber zwischen 6 und 15 CHF pro Stunde zusätzlich. Beachte dabei auch die Regelungen zur Ruhezeit nach Nachtdienst. Wochenendzuschläge liegen typischerweise bei 5 bis 20 Prozent des Stundenlohns. An Feiertagen sind sogar Zuschläge von 50 bis 100 Prozent üblich.

Viele Spitäler und Heime bieten zusätzlich Vergünstigungen wie subventionierte Mahlzeiten oder Unterstützung bei der Wohnungssuche. Bei uns von HeySwiss helfen wir dir übrigens nicht nur bei der Jobsuche, sondern auch bei all diesen organisatorischen Fragen – komplett kostenlos.

Vergleich: Netto Schweiz vs. Deutschland

Der Unterschied zum Gehalt in Deutschland ist beachtlich. Eine examinierte Pflegefachkraft verdient in Deutschland durchschnittlich etwa 3.400 bis 3.800 Euro brutto. Netto bleiben davon ungefähr 2.200 bis 2.500 Euro.

In der Schweiz verdienst du bei vergleichbarer Qualifikation rund 4.500 bis 5.500 CHF netto. Selbst nach Umrechnung und unter Berücksichtigung der höheren Lebenshaltungskosten bleibt unterm Strich deutlich mehr übrig. Besonders wenn du etwas außerhalb der teuren Stadtzentren wohnst, kannst du jeden Monat eine ordentliche Summe zurücklegen.

Wie du dein Gehalt als Pflegefachkraft steigern kannst

Dein Verdienst ist nicht in Stein gemeißelt. Es gibt verschiedene Wege, dein Gehalt zu verbessern.

Was du vor dem Wechsel beachten solltest

Bevor du den Schritt in die Schweiz wagst, gibt es einige wichtige Punkte zu klären. Dein deutsches oder österreichisches Diplom muss anerkannt werden. Die Anerkennung deines Pflege-Diploms läuft über das Schweizerische Rote Kreuz und dauert in der Regel einige Wochen.

Informiere dich auch über das Arbeitsrecht in der Pflege, denn es gibt einige Unterschiede zu Deutschland. Die wöchentliche Arbeitszeit liegt meist bei 42 Stunden, und das Arbeitsgesetz regelt Themen wie Überstunden und Ruhezeiten.

Fazit: Lohnt sich der Wechsel finanziell?

Die Antwort ist eindeutig: Ja. Als Pflegefachkraft verdienst du in der Schweiz netto deutlich mehr als in Deutschland – selbst wenn du die höheren Lebenshaltungskosten einrechnest. Mit 4.500 bis 6.500 CHF netto im Monat hast du nicht nur ein komfortables Einkommen, sondern auch echte Möglichkeiten zum Sparen.

Dazu kommt die höhere Wertschätzung für den Pflegeberuf und oft bessere Personalschlüssel. Der Fachkräftemangel in der Pflege sorgt außerdem dafür, dass du als qualifizierte Fachkraft sehr gefragt bist.

Wenn du bereit bist für den nächsten Schritt, unterstützen wir dich gerne. Bei HeySwiss begleiten wir Pflegefachkräfte aus Deutschland und Österreich auf ihrem Weg in die Schweiz – von der Jobsuche über die Diplom-Anerkennung bis zur Wohnungssuche. Buche einfach ein unverbindliches Kennenlerngespräch und lass uns gemeinsam herausfinden, welche Möglichkeiten sich für dich bieten.

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Tara von HeySwiss

Hey, ich bin Tara! Hier findes du regelmäßig Infos zu deinem Job in der Schweiz! 🙂🇨🇭

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Häufige Fragen zum Thema

Wie viel verdient eine Pflegefachkraft in der Schweiz netto?

Je nach Kanton, Erfahrung und Arbeitgeber liegt der Nettolohn zwischen 4.500 und 6.500 CHF monatlich. Bei einem Bruttogehalt von 6.500 CHF kannst du mit etwa 5.000 CHF netto rechnen, bevor die Krankenversicherung abgezogen wird.

Welche Abzüge gibt es vom Bruttolohn in der Schweiz?

Die wichtigsten Abzüge sind Sozialversicherungen (AHV, IV, ALV) mit etwa 7,5 Prozent, die Pensionskasse mit 3,5 bis 9 Prozent und die Quellensteuer mit 5 bis 15 Prozent. Die Krankenversicherung wird separat bezahlt.

In welchem Kanton verdienen Pflegefachkräfte am meisten?

Zürich, Genf und Basel bieten die höchsten Gehälter. Allerdings sind dort auch die Lebenshaltungskosten am höchsten. Ein guter Kompromiss sind Kantone wie Zug, Luzern oder Aargau.

Ist die Krankenversicherung in der Schweiz teuer?

Die Grundversicherung kostet je nach Kanton und Franchise zwischen 300 und 450 CHF monatlich. Anders als in Deutschland wird sie nicht vom Lohn abgezogen, sondern privat bezahlt.

Lohnt sich der Wechsel in die Schweiz finanziell wirklich?

Ja, eindeutig. Trotz höherer Lebenshaltungskosten bleibt dir als Pflegefachkraft in der Schweiz netto deutlich mehr übrig als in Deutschland. Viele Pflegekräfte können monatlich 1.000 bis 2.000 CHF sparen.

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