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Du möchtest flexibel arbeiten und gleichzeitig gut verdienen? Zeitarbeit in der Pflege könnte genau das Richtige für dich sein. In der Schweiz ist dieses Arbeitsmodell beliebt – sowohl bei Pflegekräften als auch bei Einrichtungen, die dringend Personal brauchen. Und das Beste: Die Stundenlöhne in der Zeitarbeit liegen oft über den regulären Gehältern.
In diesem Artikel erfährst du, wie Zeitarbeit in der Schweizer Pflege funktioniert, was du verdienen kannst und ob dieses Modell zu dir passt. Der Fachkräftemangel sorgt dafür, dass flexible Pflegekräfte sehr gefragt sind. Wenn du grundsätzlich über einen Wechsel nachdenkst, findest du hier alle Infos zum Arbeiten in der Schweiz.
Bei der Zeitarbeit – in der Schweiz auch Temporärarbeit genannt – bist du bei einer Personalvermittlung angestellt. Diese vermittelt dich an Spitäler, Pflegeheime oder andere Einrichtungen, die kurzfristig Personal brauchen.
Du hast einen Arbeitsvertrag mit der Agentur, nicht mit dem Einsatzbetrieb. Die Agentur zahlt dein Gehalt, kümmert sich um Sozialversicherungen und ist dein offizieller Arbeitgeber. Der Einsatzbetrieb bestimmt, wann und wo du arbeitest – aber nur im Rahmen dessen, was du der Agentur als verfügbar gemeldet hast.
Einsätze können sehr unterschiedlich sein. Manchmal springst du für einen einzelnen Nachtdienst ein. Manchmal arbeitest du mehrere Wochen oder Monate in derselben Einrichtung. Die Flexibilität ist das Kernmerkmal: Du entscheidest, wann du arbeiten willst und wann nicht.
Die Stundenlöhne in der Zeitarbeit sind attraktiv – oft höher als bei Festanstellungen. Das hat einen einfachen Grund: Einrichtungen zahlen mehr für Flexibilität und kurzfristige Verfügbarkeit.
Typische Stundenlöhne für Pflegefachpersonen liegen bei:
Bei einem Stundenlohn von 45 CHF und 42 Wochenarbeitsstunden kommst du auf etwa 7.560 CHF brutto im Monat – deutlich mehr als der Durchschnittslohn in der Pflege bei Festanstellung.
Allerdings: Zeitarbeit bedeutet auch, dass du nicht jeden Monat gleich viel verdienst. In Zeiten mit vielen Einsätzen verdienst du überdurchschnittlich, in ruhigeren Phasen weniger. Urlaubsgeld und 13. Monatslohn sind meist im Stundenlohn eingerechnet.
Zeitarbeit bietet eine Reihe von Vorteilen, die für viele Pflegekräfte attraktiv sind.
Maximale Flexibilität: Du bestimmst, wann du arbeiten willst. Brauchst du eine Woche frei? Kein Problem. Willst du einen Monat intensiv arbeiten und dann pausieren? Geht auch. Diese Freiheit hat keine Festanstellung.
Höhere Stundenlöhne: Wie oben gezeigt, verdienst du in der Zeitarbeit oft mehr pro Stunde als festangestellte Kollegen. Bei regelmäßigen Einsätzen kann das Monatsgehalt deutlich über dem Durchschnitt liegen.
Abwechslung: Du lernst verschiedene Einrichtungen, Teams und Arbeitsweisen kennen. Das erweitert deinen Horizont und macht dich zur vielseitigen Fachkraft. Manche empfinden diese Abwechslung als bereichernd.
Keine Politik: Als Temporärkraft bist du weniger in interne Konflikte und Büropolitik involviert. Du kommst, machst deine Arbeit gut und gehst wieder. Das kann sehr befreiend sein.
Einstieg in die Schweiz: Für Pflegekräfte aus dem Ausland ist Zeitarbeit oft ein guter Einstieg. Du lernst das Schweizer Gesundheitssystem kennen, knüpfst Kontakte und kannst später immer noch in eine Festanstellung wechseln.
NatĂĽrlich hat Zeitarbeit auch Schattenseiten, die du kennen solltest.
Die wichtigsten Nachteile sind:
Für manche Menschen ist die ständige Ungewissheit belastend. Wenn du Stabilität und Routine brauchst, ist Zeitarbeit vielleicht nicht das Richtige. Wenn du hingegen Abwechslung und Freiheit schätzt, kann es perfekt passen.
Zeitarbeit passt nicht zu jedem. Bestimmte Persönlichkeiten und Lebenssituationen profitieren besonders.
Du könntest für Zeitarbeit geeignet sein, wenn:
Zeitarbeit ist weniger geeignet, wenn du feste Strukturen und Routine brauchst, ein langfristiges Team suchst oder auf ein planbares monatliches Einkommen angewiesen bist.
Viele nutzen Zeitarbeit auch als Übergangsphase: nach der Ausbildung, nach einer Pause, oder beim Umzug in eine neue Region. Du lernst verschiedene Arbeitgeber kennen und kannst dann entscheiden, wo du langfristig arbeiten möchtest.
Es gibt zahlreiche Personalvermittlungen, die auf den Pflegebereich spezialisiert sind. Die Wahl der richtigen Agentur ist wichtig fĂĽr deinen Erfolg.
Worauf du bei der Agenturen-Wahl achten solltest:
Seriöse Agenturen verlangen von dir niemals Geld. Sie verdienen an der Differenz zwischen dem, was der Einsatzbetrieb zahlt, und deinem Lohn. Wenn eine Agentur Gebühren verlangt, ist das ein Warnsignal.
Zeitarbeit ist in der Schweiz gesetzlich geregelt. Das Arbeitsvermittlungsgesetz (AVG) schützt deine Rechte als Temporärkraft.
Du hast Anspruch auf den branchenüblichen Lohn. Das bedeutet: Wenn festangestellte Pflegekräfte im Einsatzbetrieb einen bestimmten Lohn erhalten, darfst du nicht wesentlich weniger verdienen. In der Praxis verdienst du als Temporärkraft sogar oft mehr.
Sozialversicherungen sind Pflicht. Die Agentur muss dich bei AHV, Pensionskasse und Unfallversicherung anmelden. PrĂĽfe deine Lohnabrechnungen, ob alle AbzĂĽge korrekt sind. Mehr zu Steuern in der Schweiz findest du in unserem Ratgeber.
Das Arbeitsgesetz gilt auch für Temporärkräfte. Maximale Arbeitszeiten, Ruhezeiten und Zuschläge für Nacht- und Sonntagsarbeit sind verbindlich. Lass dich nicht ausnutzen – kenne deine Rechte.
Wie entscheidest du, was besser fĂĽr dich ist? Hier ein direkter Vergleich.
Bei Festanstellung hast du ein planbares Einkommen, gehörst zu einem festen Team und hast oft bessere Weiterbildungsmöglichkeiten. Dafür bist du an Dienstpläne und Strukturen gebunden. Das Gehalt ist stabil, aber die Flexibilität gering.
Bei Zeitarbeit verdienst du oft mehr pro Stunde, hast maximale Flexibilität und sammelst vielfältige Erfahrung. Dafür trägst du mehr Unsicherheit, musst dich ständig neu einarbeiten und bist für deine Karriereplanung selbst verantwortlich.
Manche kombinieren beides: Eine Teilzeit-Festanstellung für Stabilität und zusätzliche Temporäreinsätze für Flexibilität und Extraverdienst. Das kann das Beste aus beiden Welten sein.
Wenn du Zeitarbeit ausprobieren möchtest, sind das deine nächsten Schritte.
Zunächst brauchst du deine Unterlagen. Dein Pflegediplom muss in der Schweiz anerkannt sein. Bereite Lebenslauf, Arbeitszeugnisse und Referenzen vor. Je vollständiger deine Unterlagen, desto schneller kannst du starten.
Dann meldest du dich bei einer oder mehreren Agenturen an. Ein persönliches Gespräch hilft, deine Wünsche und Möglichkeiten abzuklären. Teile mit, in welchen Bereichen du arbeiten willst, welche Arbeitszeiten dir passen und in welcher Region du verfügbar bist.
Nach der Anmeldung bekommst du Einsatzangebote. Du entscheidest, welche du annimmst. Am Anfang lohnt es sich, offen zu sein – so baust du Erfahrung und Kontakte auf. Später kannst du wählerischer werden.
Zeitarbeit in der Pflege bietet eine attraktive Alternative zur klassischen Festanstellung. Du verdienst oft mehr, hast maximale Flexibilität und lernst viele Einrichtungen kennen. Gleichzeitig trägst du mehr Unsicherheit und musst dich selbst gut organisieren.
Ob Zeitarbeit zu dir passt, hängt von deiner Persönlichkeit und Lebenssituation ab. Für manche ist es die ideale Arbeitsform, für andere nur eine Übergangsphase. Beides ist legitim – wichtig ist, dass du weißt, worauf du dich einlässt.
Interesse an Möglichkeiten in der Schweizer Pflege? Bei HeySwiss beraten wir dich zu allen Arbeitsmodellen – ob Festanstellung oder flexibles Arbeiten. Buche ein kostenloses Kennenlerngespräch!
Hey, ich bin Tara! Hier findes du regelmäßig Infos zu deinem Job in der Schweiz! 🙂🇨đź‡
Die Stundenlöhne liegen typischerweise bei 38 bis 58 CHF, je nach Qualifikation und Einsatzbereich. Das kann monatlich mehr sein als bei Festanstellung.
Du brauchst ein anerkanntes Pflegediplom. Die gleichen Anforderungen wie bei Festanstellungen gelten auch für Temporäreinsätze.
Ja, die Agentur muss dich bei allen obligatorischen Sozialversicherungen anmelden. PrĂĽfe deine Lohnabrechnungen zur Sicherheit.
Du bist vertraglich an die Agentur gebunden, aber die Kündigungsfristen sind meist kurz. Einzelne Einsätze kannst du ablehnen.
Ja, viele nutzen Zeitarbeit, um das Schweizer System kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen. Ein späterer Wechsel in Festanstellung ist problemlos möglich.
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