Lohn Pflegefachfrau HF Schweiz 2026: So viel verdienen Krankenschwestern

Durchschnittslohn Pflege Schweiz: Löhne nach Beruf und Kanton

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Was verdient eine diplomierte Pflegefachfrau HF in der Schweiz wirklich? Hier findest du die offiziellen Zahlen des Bundes, konkrete Lohnbänder von Arbeitgebern und den ehrlichen Vergleich mit Deutschland. Zu jeder Zahl nennen wir die Quelle.

Stand: Oktober 2026. Löhne hängen stark von Kanton, Arbeitgeber, Fachbereich und Erfahrung ab. Die Zahlen zeigen dir, wo du ungefähr stehst. Sie ersetzen kein konkretes Angebot.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Medianlohn diplomierter Pflegefachpersonen liegt laut Bundesamt für Statistik bei rund 7.400 CHF brutto pro Monat (Vollzeit, inkl. anteiligem 13. Monatslohn).
  • Zum Berufseinstieg sind es rund 6.600 CHF, nach 20 und mehr Berufsjahren rund 8.700 CHF im Monat.
  • Aktuelle Stellen bestätigen das, zum Beispiel 79.750 bis 90.530 CHF im Jahr für eine Pflegefachperson HF im Kanton Luzern.
  • Vom Brutto gehen fix 5,3 % AHV/IV/EO und 1,1 % Arbeitslosenversicherung ab, dazu Pensionskasse, Unfallversicherung und oft die Quellensteuer.
  • Zum Vergleich: In Deutschland liegt der Median in der Gesundheits- und Krankenpflege bei 4.310 Euro brutto im Monat.

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Lohn diplomierte Pflegefachfrau HF: die offiziellen Zahlen

In der Schweiz heißt die examinierte Krankenschwester diplomierte Pflegefachfrau HF (höhere Fachschule) oder FH (Fachhochschule, Bachelor). Für diese Gruppe hat das Bundesamt für Statistik (BFS) Medianlöhne ausgewertet:

ErfahrungBrutto pro MonatBrutto pro Jahr (gerundet)
Berufseinstiegca. 6.600 CHFca. 79.000 CHF
Median aller diplomierten Pflegefachpersonenca. 7.400 CHFca. 89.000 CHF
20 und mehr Berufsjahreca. 8.700 CHFca. 104.000 CHF

Die Monatswerte enthalten den 13. Monatslohn anteilig, die Jahreswerte sind daraus hochgerechnet. Die Auswertung bezieht sich auf das Jahr 2018. Damals lag der Medianlohn aller Berufe bei 6.538 CHF. Bis 2024 ist er auf 7.024 CHF gestiegen. Eine neuere offizielle Auswertung speziell für die Pflege gibt es nicht, die Pflegelöhne dürften aber ebenfalls gestiegen sein.

Lohnportale nennen teils niedrigere Werte, etwa rund 79.000 CHF im Jahr als Median. Die Unterschiede kommen von unterschiedlichen Datengrundlagen. Wir stützen uns hier auf die Zahlen des Bundes.

Was Arbeitgeber 2026 konkret zahlen

Wie viel heute tatsächlich bezahlt wird, zeigen Lohnbänder und Stellenanzeigen:

  • Stellenanzeige Kanton Luzern (2026): Pflegefachperson HF in der Langzeitpflege, 79.750 bis 90.530 CHF im Jahr.
  • GAV der Berner Spitäler und Kliniken: Die Lohnbänder für Pflegefunktionen reichen von rund 67.000 bis 129.000 CHF im Jahr, je nach Einstufung und Erfahrung.

Viele Spitäler und Kantone haben feste Lohnsysteme. Dort hängt dein Lohn vor allem von der Einstufung und den anerkannten Berufsjahren ab. Deshalb lohnt es sich, beim Angebot genau zu prüfen, wie viele Jahre angerechnet werden.

Lohn nach Ausbildung und Funktion

  • Dipl. Pflegefachperson HF/FH: die Werte oben. Mit Fachweiterbildung, zum Beispiel in der Intensivpflege, liegst du darüber.
  • Fachfrau/Fachmann Gesundheit (FaGe): rund 56.300 bis 71.900 CHF im Jahr, Median 64.440 CHF (Vollzeit, 13 Monatslöhne).
  • Pflegehelfer und Pflegeassistenz: Details im Beitrag zum Gehalt in der Pflegeassistenz.
  • Operationstechnik: Details im Beitrag zum OTA-Gehalt.
  • Führung: Als Stationsleitung oder Pflegedienstleitung verdienst du deutlich mehr. Offene Stellen findest du unter PDL-Stellenangebote.

Einen Überblick über alle Pflegeberufe gibt der Beitrag Pflege-Gehalt 2026.

Lohnvergleich: Kanton, Arbeitgeber, Fachbereich

Bei gleicher Ausbildung können zwischen zwei Stellen mehrere tausend Franken im Jahr liegen. Die wichtigsten Gründe:

  • Kanton: Städtische Kantone wie Zürich, Basel-Stadt oder Genf zahlen tendenziell mehr, haben aber auch höhere Mieten.
  • Arbeitgeber: Universitäts- und Kantonsspitäler, Privatkliniken, Pflegeheime und Spitex haben eigene Lohnsysteme. Ein GAV legt oft Mindestlöhne und Lohnstufen fest.
  • Fachbereich: Intensivpflege, Anästhesie und Notfall werden meist höher eingestuft als die Langzeitpflege.
  • Erfahrung: Angerechnete Berufsjahre bringen dich in eine höhere Stufe, auch Jahre aus Deutschland.

Was kommt zum Grundlohn dazu?

Der 13. Monatslohn ist in Spitälern und Heimen weit verbreitet. Dazu kommen Zulagen für Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdienste. Wie hoch die sind und wie sie berechnet werden, steht im Beitrag zu den Zulagen in der Pflege. Was das pro Stunde bedeutet, zeigt der Beitrag zum Stundenlohn als Pflegefachkraft.

Was bleibt netto?

Vom Bruttolohn gehen 2026 diese Abzüge ab:

AbzugHöhe
AHV/IV/EO5,3 %
Arbeitslosenversicherung (ALV)1,1 %
Pensionskasse (BVG)je nach Alter und Kasse
Nichtberufsunfallversicherungje nach Arbeitgeber
Quellensteuerje nach Kanton, Familienstand und Bewilligung
Gut zu wissen

Die Krankenversicherung zahlst du in der Schweiz selbst. Sie wird nicht vom Lohn abgezogen und kommt als eigener Fixposten dazu. Ein Rechenbeispiel findest du im Beitrag zum Netto-Gehalt als Pflegefachkraft. Deinen eigenen Fall rechnest du mit dem Brutto-Netto-Rechner durch.

Schweiz oder Deutschland: Lohnt sich der Wechsel?

Brutto liegt die Schweiz klar vorn. In Deutschland verdienen Fachkräfte in der Gesundheits- und Krankenpflege im Median 4.310 Euro brutto im Monat, in der Altenpflege 4.228 Euro (Vollzeit, ohne Sonderzahlungen, April 2024). In der Schweiz sind es rund 7.400 CHF.

Ehrlicherweise musst du gegenrechnen: Miete und Krankenversicherung sind in der Schweiz deutlich teurer. Wie das im Alltag aussieht, steht im Beitrag zu den Lebenshaltungskosten. Wer nahe der Grenze wohnt, kann auch in der Schweiz arbeiten und in Deutschland wohnen.

So steigerst du deinen Lohn

  • Fachweiterbildung: Ein Nachdiplomstudium in Intensiv-, Anästhesie- oder Notfallpflege bringt dich in eine höhere Lohnstufe.
  • Führung übernehmen: Stationsleitung oder Pflegedienstleitung sind die größten Sprünge.
  • Berufsjahre anrechnen lassen: Achte darauf, dass deine Jahre in Deutschland bei der Einstufung voll zählen.
  • Arbeitgeber vergleichen: Zwischen Kantonen und Häusern gibt es große Unterschiede. Wir kennen die Lohnbänder und verhandeln für dich.

Was du für den Start brauchst

Dein deutsches Examen muss vom Schweizerischen Roten Kreuz anerkannt werden. Der erste Schritt ist der kostenlose PreCheck. Wie die Anerkennung danach abläuft, erklären wir Schritt für Schritt. Passende Stellen findest du unter Pflegejobs in der Schweiz.

Detaillierte Zahlen für einzelne Berufe findest du unter FaGe Lohn und Pflegehelfer SRK Lohn. Wie die Schweizer Löhne im Vergleich zu Deutschland abschneiden, zeigt der Gehaltsvergleich Pflege Schweiz und Deutschland.

Häufige Fragen

Was verdient eine diplomierte Pflegefachfrau HF in der Schweiz?

Im Median rund 7.400 CHF brutto pro Monat bei Vollzeit, inklusive anteiligem 13. Monatslohn. Zum Einstieg sind es rund 6.600 CHF, nach 20 und mehr Berufsjahren rund 8.700 CHF (Bundesamt für Statistik).

Wie viel verdient eine Krankenschwester in der Schweiz im Jahr?

Hochgerechnet rund 79.000 CHF zum Einstieg und rund 89.000 CHF im Median. Aktuelle Stellen zeigen ähnliche Werte, zum Beispiel 79.750 bis 90.530 CHF für eine Pflegefachperson HF im Kanton Luzern.

Wie viel bleibt netto?

Das hängt vor allem von Quellensteuer und Pensionskasse ab. Fix sind 5,3 % AHV/IV/EO und 1,1 % Arbeitslosenversicherung. Die Krankenversicherung zahlst du zusätzlich selbst.

Verdiene ich in der Schweiz mehr als in Deutschland?

Brutto deutlich: rund 7.400 CHF gegenüber 4.310 Euro im Median. Dafür sind Miete und Krankenversicherung in der Schweiz teurer.

Was verdient eine FaGe?

Rund 56.300 bis 71.900 CHF im Jahr, im Median 64.440 CHF bei Vollzeit und 13 Monatslöhnen.

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Quellen: BAG/BFS: Löhne diplomierter Pflegefachpersonen, BFS-Lohnstrukturerhebung 2024 (Bilanz), BSV: Beitragssätze 2026, Destatis via Ärzteblatt, Stellenanzeige Kanton Luzern, Lohnbänder GAV Bern (medi-karriere.ch), lohncheck.ch: FaGe. Stand: Oktober 2026.

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