Quereinsteiger Pflege ohne Ausbildung Schweiz: So schaffst du den Einstieg

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Du überlegst, in die Pflege zu wechseln, hast aber keine Ausbildung in diesem Bereich? Die gute Nachricht: Auch als Quereinsteiger kannst du in der Schweiz im Pflegebereich Fuß fassen. Der Fachkräftemangel ist so groß, dass auch Menschen ohne klassische Pflegeausbildung Chancen haben – wenn sie die richtigen Wege kennen.

In diesem Artikel zeige ich dir, wie der Einstieg funktioniert, welche Möglichkeiten es gibt und was du realistisch erwarten kannst. Eines vorweg: Ohne jede Qualifikation wirst du nicht direkt als Pflegefachkraft arbeiten. Aber es gibt Einstiegspositionen, Ausbildungswege und Chancen, die du nutzen kannst. Wenn du grundsätzlich über einen Wechsel nachdenkst, findest du hier alle Infos zum Arbeiten in der Schweiz.

Das Wichtigste in KĂĽrze

  • Ohne Ausbildung kannst du als Pflegehilfe oder Betreuungsperson einsteigen
  • Das Einstiegsgehalt liegt bei etwa 3.800 bis 4.500 CHF monatlich
  • Kurze Qualifikationen wie der Pflegehelfer-Kurs SRK öffnen TĂĽren
  • Mit Berufserfahrung ist eine verkĂĽrzte Ausbildung zur Fachperson Gesundheit möglich
  • Die Schweiz bietet gute Perspektiven fĂĽr motivierte Quereinsteiger

Welche Möglichkeiten gibt es ohne Ausbildung?

Lass uns ehrlich sein: Die anspruchsvollen Pflegetätigkeiten sind ausgebildeten Fachkräften vorbehalten. Aber es gibt durchaus Positionen, in denen du auch ohne Pflegeausbildung arbeiten kannst.

Als Pflegehilfe oder Pflegeassistenz unterstützt du das Fachpersonal bei grundlegenden Tätigkeiten. Du hilfst bei der Körperpflege, begleitest Patienten, servierst Mahlzeiten und übernimmst einfache Aufgaben. Medizinische Tätigkeiten wie Medikamentengabe oder Wundversorgung sind tabu – das machen die Fachkräfte.

Im Betreuungsbereich sind die Hürden oft niedriger. Die Betreuung im Privathaushalt oder in Tagesstätten für Senioren erfordert nicht immer eine formale Ausbildung. Hier zählen Erfahrung, Empathie und Zuverlässigkeit.

Auch in der 24h-Pflege arbeiten viele Quereinsteiger. Du lebst im Haushalt der betreuten Person und hilfst im Alltag. Pflegerische Grundkenntnisse sind wichtig, aber eine vollständige Ausbildung ist nicht immer Voraussetzung.

Der Pflegehelfer-Kurs SRK

Der schnellste Weg in die Pflege führt über den Pflegehelfer-Kurs des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK). Dieser Kurs ist speziell für Quereinsteiger konzipiert und öffnet dir viele Türen.

Der Kurs umfasst etwa 120 Stunden Theorie und Praxis. Du lernst die Grundlagen der Pflege: Körperpflege, Mobilisation, Umgang mit älteren Menschen, Kommunikation und Hygiene. Nach bestandener Prüfung erhältst du ein Zertifikat, das schweizweit anerkannt ist.

Die wichtigsten Fakten zum SRK-Kurs:

  • Dauer: etwa 120 Stunden (je nach Kanton leicht unterschiedlich)
  • Kosten: 2.000 bis 2.500 CHF
  • Voraussetzungen: Mindestalter 18 Jahre, gute Deutschkenntnisse
  • Abschluss: Zertifikat Pflegehelfer/in SRK
  • Einsatzbereich: Pflegeheime, Spitex, Spitäler (unterstĂĽtzende Funktion)
 

Mit diesem Zertifikat kannst du als Pflegehilfe arbeiten und erste Berufserfahrung sammeln. Viele nutzen es als Sprungbrett fĂĽr eine weiterfĂĽhrende Ausbildung.

Gehalt als Quereinsteiger

Was verdienst du als Quereinsteiger ohne vollständige Pflegeausbildung? Die Gehälter sind niedriger als für Fachkräfte, aber immer noch attraktiver als in vielen anderen Einstiegsjobs.

Als Pflegehilfe mit SRK-Zertifikat kannst du mit etwa 3.800 bis 4.500 CHF brutto monatlich rechnen. Das ist weniger als der Durchschnittslohn in der Pflege für Fachkräfte, aber ein solider Einstieg.

In der Betreuung variieren die Gehälter stark. Stundenweise Betreuungsjobs werden oft mit 25 bis 30 CHF pro Stunde vergütet. Bei Vollzeit kommst du auf etwa 4.000 bis 4.800 CHF. In der 24h-Pflege liegt das Gehalt bei 2.800 bis 4.000 CHF pro Einsatzmonat – wobei Unterkunft und Verpflegung gestellt werden.

Zum Vergleich: Ausgebildete Pflegefachpersonen verdienen 5.500 bis 7.500 CHF. Der Unterschied ist deutlich, aber mit einer Ausbildung kannst du aufholen.

Der Weg zur Fachperson Gesundheit (FaGe)

Wenn du langfristig in der Pflege arbeiten möchtest, führt kaum ein Weg an einer Ausbildung vorbei. Die gute Nachricht: Als Quereinsteiger mit Berufserfahrung gibt es verkürzte Wege.

Die Ausbildung zur Fachperson Gesundheit (FaGe) ist der Standard-Einstieg in die Schweizer Pflege. Normalerweise dauert sie drei Jahre. FĂĽr Erwachsene mit Lebenserfahrung und allenfalls Vorkenntnissen gibt es aber verkĂĽrzte Varianten.

Die Erwachsenenbildung FaGe dauert typischerweise zwei Jahre. Du absolvierst die Ausbildung berufsbegleitend oder in Vollzeit. Voraussetzungen sind meist ein Mindestalter von 22 Jahren und idealerweise Erfahrung im Gesundheitswesen – zum Beispiel als Pflegehilfe.

Nach der FaGe-Ausbildung stehen dir alle TĂĽren offen. Du kannst direkt als Fachperson arbeiten oder dich weiter zur diplomierten Pflegefachperson HF qualifizieren. Mehr zur Pflegeausbildung in der Schweiz findest du in unserem ausfĂĽhrlichen Ratgeber.

Andere Einstiegsmöglichkeiten

Neben dem klassischen Pflegehelfer-Weg gibt es weitere Optionen fĂĽr Quereinsteiger:

  • Assistent/in Gesundheit und Soziales (AGS): Zweijährige, praktisch orientierte Ausbildung
  • Private Seniorenbetreuung: Oft auch ohne Zertifikat möglich
  • Alltagsbegleitung: UnterstĂĽtzung bei Einkauf, Haushalt, Gesellschaft
  • Freiwilligenarbeit: Erfahrung sammeln und testen, ob Pflege passt
  • Praktikum: Den Alltag kennenlernen vor der Ausbildungsentscheidung
 

In der privaten Seniorenbetreuung oder als Alltagsbegleitung variieren die Anforderungen je nach Arbeitgeber. Einige Einrichtungen bieten auch Praktika für Interessierte an – eine gute Möglichkeit, den Beruf kennenzulernen.

Was Arbeitgeber von Quereinsteigern erwarten

Auch wenn du keine Ausbildung hast, erwarten Arbeitgeber bestimmte Eigenschaften und Fähigkeiten.

Die wichtigsten Anforderungen sind:

  • Empathie und Freude am Umgang mit Menschen
  • Körperliche Belastbarkeit fĂĽr die praktische Arbeit
  • Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein
  • Gute Deutschkenntnisse fĂĽr die Kommunikation
  • Bereitschaft zu Schichtarbeit und Wochenenddiensten
 

Vorerfahrung ist ein großes Plus. Hast du dich privat um Angehörige gekümmert? Ehrenamtlich in einem Pflegeheim geholfen? Solche Erfahrungen zählen, auch wenn sie nicht formell sind. Erwähne sie unbedingt in deiner Bewerbung.

Realistische Erwartungen

Lass mich ehrlich sein: Der Einstieg als Quereinsteiger ist möglich, aber kein Spaziergang. Du startest am unteren Ende der Hierarchie und musst dich hocharbeiten.

Die Arbeit ist körperlich und emotional fordernd. Du hilfst Menschen bei intimsten Tätigkeiten, erlebst Leid und manchmal auch Tod. Nicht jeder ist dafür gemacht – und das ist okay. Teste dich ehrlich, bevor du dich festlegst. Ein Praktikum oder Freiwilligeneinsatz kann helfen, die Realität kennenzulernen.

Die Bezahlung als Pflegehilfe ist in Ordnung, aber nicht üppig. Wenn es dir hauptsächlich ums Geld geht, ist die Pflege vielleicht nicht der richtige Bereich. Die Gehälter steigen erst mit Ausbildung und Erfahrung deutlich an. Als ausgebildete Fachperson verdienst du dann allerdings sehr gut – die Schweizer Pflegegehälter gehören zu den höchsten weltweit.

Aber: Wer motiviert ist und dranbleibt, hat echte Chancen. Die Pflege sucht händeringend nach Personal. Quereinsteiger, die sich bewähren und weiterbilden, werden gefördert und können Karriere machen. Viele heutige Stationsleitungen haben als Quereinsteiger angefangen.

Tipps fĂĽr den erfolgreichen Einstieg

Wenn du als Quereinsteiger in die Pflege willst, hier meine Tipps:

  • Starte mit dem SRK-Kurs – die Investition von etwa 2.500 CHF lohnt sich
  • Sammle mindestens ein Jahr Erfahrung als Pflegehilfe
  • Sei offen fĂĽr verschiedene Arbeitsbereiche wie Pflegeheime, Spitex oder private Betreuung
  • Plane langfristig – die FaGe-Ausbildung bringt bessere Gehälter und Perspektiven
  • Netzwerke mit Kollegen und frag nach Weiterbildungsmöglichkeiten
 

So merkst du, ob die Pflege wirklich zu dir passt, und sammelst gleichzeitig Erfahrung für eine mögliche verkürzte Ausbildung. Der Einstieg in Pflegeheimen ist oft einfacher als in Spitälern.

Fazit: Der Einstieg ist möglich

Als Quereinsteiger ohne Ausbildung in die Schweizer Pflege einzusteigen ist möglich – aber es braucht Engagement und realistische Erwartungen. Der Pflegehelfer-Kurs SRK ist der beste erste Schritt. Von dort aus kannst du Erfahrung sammeln und dich weiterqualifizieren.

Die Schweiz bietet gute Rahmenbedingungen für motivierte Quereinsteiger. Der Fachkräftemangel öffnet Türen, und wer sich bewährt, wird gefördert. Mit der richtigen Einstellung und Ausdauer kann aus dem Quereinstieg eine erfüllende Karriere werden. Die Pflege ist ein Beruf mit Sinn – du hilfst Menschen in schwierigen Situationen und machst einen echten Unterschied.

Interesse an einem Einstieg in die Schweizer Pflege? Bei HeySwiss beraten wir dich zu deinen Möglichkeiten – auch wenn du (noch) keine Pflegeausbildung hast. Buche ein kostenloses Kennenlerngespräch!

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Tara von HeySwiss

Hey, ich bin Tara! Hier findes du regelmäßig Infos zu deinem Job in der Schweiz! 🙂🇨🇭

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Häufige Fragen zum Thema

Kann ich wirklich ohne Ausbildung in der Pflege arbeiten?

Ja, als Pflegehilfe oder in der Betreuung. Für anspruchsvollere Tätigkeiten brauchst du aber eine Qualifikation wie den SRK-Kurs oder eine Ausbildung.

Was verdiene ich als Quereinsteiger?

Als Pflegehilfe mit SRK-Zertifikat etwa 3.800 bis 4.500 CHF brutto monatlich. In der Betreuung variiert es je nach Modell.

Wie lange dauert der Pflegehelfer-Kurs?

Etwa 120 Stunden, verteilt auf mehrere Wochen. Die Kosten liegen bei etwa 2.000 bis 2.500 CHF.

Kann ich mich später noch ausbilden lassen?

Ja, und das ist empfehlenswert. Mit Erfahrung als Pflegehilfe kannst du eine verkĂĽrzte FaGe-Ausbildung machen.

Werden deutsche Quereinsteiger in der Schweiz akzeptiert?

Ja, die Nationalität spielt keine Rolle. Wichtig sind Motivation, Deutschkenntnisse und idealerweise erste Qualifikationen wie der SRK-Kurs.

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