Grenzgänger in der Pflege: Ausweis G, 4,5 % Quellensteuer, 60-Tage-Regel,...
Weiterlesen
Wer aus Deutschland oder Österreich in die Schweiz auswandern will, braucht kein Visum. Ganz ohne Voraussetzungen geht es aber nicht: Du brauchst eine Aufenthaltsbewilligung, in reglementierten Berufen ein anerkanntes Diplom, und du musst Fristen für Anmeldung und Krankenkasse einhalten. Hier findest du alle Voraussetzungen mit den offiziellen Regeln.
Neuer Job in der Schweiz? Wir finden die passende Festanstellung für dich und verhandeln deinen Lohn mit. Für dich 100 % kostenlos.
Kostenloses Kennenlerngespräch sichern| Voraussetzung | Was gilt | Frist |
|---|---|---|
| Staatsangehörigkeit | EU oder EFTA, z. B. Deutschland oder Österreich | – |
| Ausweisdokument | gültiger Pass oder Personalausweis | bei der Anmeldung |
| Arbeitsvertrag | schriftliche Anstellungserklärung des Arbeitgebers | bei der Anmeldung |
| Anmeldung bei der Gemeinde | Antrag auf Ausweis L oder B | innerhalb von 14 Tagen, vor Stellenantritt |
| Krankenversicherung | obligatorische Grundversicherung, freie Wahl der Kasse | innerhalb von 3 Monaten |
| Anerkennung des Diploms | Pflicht nur in reglementierten Berufen | vor dem Einsatz im reglementierten Beruf |
| Ausweis | Für wen | Gültigkeit |
|---|---|---|
| Ausweis L (Kurzaufenthalt) | Arbeitsvertrag unter 1 Jahr | Dauer des Vertrags |
| Ausweis B (Aufenthalt) | Arbeitsvertrag ab 1 Jahr oder unbefristet | 5 Jahre, verlängerbar |
| Ausweis G (Grenzgänger) | Wohnsitz in der EU, Arbeit in der Schweiz, Rückkehr mindestens einmal pro Woche | Vertragsdauer, ab 1 Jahr Vertrag 5 Jahre |
| Ausweis C (Niederlassung) | EU-15, also auch Deutschland und Österreich, nach 5 Jahren ununterbrochenem Aufenthalt | unbefristet |
Arbeitest du höchstens 3 Monate pro Kalenderjahr in der Schweiz, brauchst du keine Bewilligung. Dann gilt das Meldeverfahren, die Meldung erfolgt online ab dem ersten Tag. Wer ohne Arbeitsvertrag zuzieht, muss bei der Anmeldung genügend finanzielle Mittel und eine Kranken- und Unfallversicherung nachweisen.
Die Anmeldung bei der Gemeinde muss innerhalb von 14 Tagen nach der Ankunft und vor dem ersten Arbeitstag erfolgen. Bring deinen Pass oder Ausweis und die Anstellungserklärung deines Arbeitgebers mit.
Die Schweiz unterscheidet reglementierte und nicht reglementierte Berufe. Reglementiert heisst: Ein Gesetz schreibt vor, welche Ausbildung du brauchst. Nur dann ist eine Anerkennung Pflicht, zum Beispiel in der Pflege oder bei Elektroinstallationen. Sonst bewirbst du dich direkt, und der Arbeitgeber beurteilt, was dein Abschluss wert ist. Trotzdem lohnt sich eine Anerkennung oft, denn viele Gesamtarbeitsverträge stufen dich mit einem gleichwertigen Abschluss höher ein.
Den ganzen Ablauf erklärt der Beitrag Anerkennung von Gesellenbrief und Meister in der Schweiz.
Wer in der Schweiz wohnt, muss sich spätestens 3 Monate nach dem Zuzug bei einer Krankenkasse versichern. Bei rechtzeitigem Abschluss gilt die Versicherung rückwirkend ab dem Zuzug. Wer zu spät kommt, ist erst ab Beitritt versichert und kann einen Prämienzuschlag zahlen müssen. Die Kassen müssen dich ohne Vorbehalte aufnehmen. Mit Ausweis L oder B zahlst du ausserdem in der Regel Quellensteuer, die direkt vom Lohn abgezogen wird. Was netto bleibt, zeigt der Brutto-Netto-Rechner Schweiz.
Ehepartner sowie Kinder unter 21 Jahren dürfen nachziehen, ebenso Kinder und Eltern, denen du Unterhalt gewährst. Voraussetzung ist eine Wohnung, die für die ganze Familie angemessen ist. Nachgezogene Ehepartner und Kinder dürfen in der Schweiz arbeiten.
Verlegst du deinen Wohnsitz in die Schweiz, führst du Möbel und Hausrat zollfrei ein, wenn du sie mindestens 6 Monate selbst benutzt hast. Beim Grenzübertritt legst du das Formular 18.44 vor. In Deutschland meldest du dich innerhalb von 2 Wochen nach dem Auszug ab. Kosten und Checkliste stehen im Beitrag Auswandern in die Schweiz.
Du willst lieber in Deutschland wohnen bleiben? Dann brauchst du den Ausweis G, mehr im Beitrag In der Schweiz arbeiten, in Deutschland wohnen. Tipps zur Jobsuche findest du im Beitrag Jobs in der Schweiz für Deutsche.
Alle Bewilligungsarten erklärt der Beitrag Aufenthaltsbewilligung B, L und G.
Kommst du aus Deutschland oder Österreich, brauchst du einen gültigen Pass oder Personalausweis, einen Arbeitsvertrag mit einem Schweizer Arbeitgeber und in reglementierten Berufen die Anerkennung deines Diploms. Vor Ort meldest du dich innerhalb von 14 Tagen an und schliesst innerhalb von 3 Monaten eine Krankenkasse ab.
Nein. Für Staatsangehörige der EU und EFTA gilt die Personenfreizügigkeit. Du brauchst kein Visum, aber eine Aufenthaltsbewilligung, die du bei der Anmeldung in der Gemeinde beantragst.
Bei einem Vertrag unter 1 Jahr den Ausweis L für die Dauer des Vertrags, bei einem Vertrag ab 1 Jahr oder unbefristet den Ausweis B, gültig 5 Jahre und verlängerbar. Wohnst du in Deutschland und pendelst, bekommst du den Ausweis G.
Ja, aber dann musst du bei der Anmeldung genügend finanzielle Mittel sowie eine Kranken- und Unfallversicherung nachweisen. Der übliche Weg ist ein Arbeitsvertrag vor dem Umzug.
Staatsangehörige der EU-15, darunter Deutschland und Österreich, erhalten den Ausweis C in der Regel nach 5 Jahren ununterbrochenem, ordnungsgemässem Aufenthalt. Das regelt nicht das Freizügigkeitsabkommen, sondern Niederlassungsvereinbarungen.
Du willst wissen, ob du alle Voraussetzungen erfüllst? HeySwiss vermittelt dich in eine Festanstellung bei einem Schweizer Betrieb und verhandelt deinen Lohn mit. Wir helfen dir auch bei Wohnungssuche und Umzug – für dich 100 % kostenlos.
Kostenloses Kennenlerngespräch sichernQuellen: SEM: FAQ EU/EFTA-Bürger, SBFI: FAQ Anerkennungsverfahren, BAG: Versicherungspflicht, BAZG: Umzug in die Schweiz, § 17 Bundesmeldegesetz
Grenzgänger in der Pflege: Ausweis G, 4,5 % Quellensteuer, 60-Tage-Regel,...
WeiterlesenKonto in der Schweiz eröffnen: wann und wo, welche Unterlagen,...
WeiterlesenWohnung mieten in der Schweiz: Durchschnittsmieten 2024 nach Zimmerzahl und...
Weiterlesen