Inhalt Immer mehr Menschen möchten so lange wie möglich in...
Weiterlesen
Du überlegst, in die Pflege zu wechseln, hast aber keine Ausbildung in diesem Bereich? Die gute Nachricht: Auch als Quereinsteiger kannst du in der Schweiz im Pflegebereich Fuß fassen. Der Fachkräftemangel ist so groß, dass auch Menschen ohne klassische Pflegeausbildung Chancen haben – wenn sie die richtigen Wege kennen.
In diesem Artikel zeige ich dir, wie der Einstieg funktioniert, welche Möglichkeiten es gibt und was du realistisch erwarten kannst. Eines vorweg: Ohne jede Qualifikation wirst du nicht direkt als Pflegefachkraft arbeiten. Aber es gibt Einstiegspositionen, Ausbildungswege und Chancen, die du nutzen kannst. Wenn du grundsätzlich über einen Wechsel nachdenkst, findest du hier alle Infos zum Arbeiten in der Schweiz.
Lass uns ehrlich sein: Die anspruchsvollen Pflegetätigkeiten sind ausgebildeten Fachkräften vorbehalten. Aber es gibt durchaus Positionen, in denen du auch ohne Pflegeausbildung arbeiten kannst.
Als Pflegehilfe oder Pflegeassistenz unterstützt du das Fachpersonal bei grundlegenden Tätigkeiten. Du hilfst bei der Körperpflege, begleitest Patienten, servierst Mahlzeiten und übernimmst einfache Aufgaben. Medizinische Tätigkeiten wie Medikamentengabe oder Wundversorgung sind tabu – das machen die Fachkräfte.
Im Betreuungsbereich sind die Hürden oft niedriger. Die Betreuung im Privathaushalt oder in Tagesstätten für Senioren erfordert nicht immer eine formale Ausbildung. Hier zählen Erfahrung, Empathie und Zuverlässigkeit.
Auch in der 24h-Pflege arbeiten viele Quereinsteiger. Du lebst im Haushalt der betreuten Person und hilfst im Alltag. Pflegerische Grundkenntnisse sind wichtig, aber eine vollständige Ausbildung ist nicht immer Voraussetzung.
Der schnellste Weg in die Pflege führt über den Pflegehelfer-Kurs des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK). Dieser Kurs ist speziell für Quereinsteiger konzipiert und öffnet dir viele Türen.
Der Kurs umfasst etwa 120 Stunden Theorie und Praxis. Du lernst die Grundlagen der Pflege: Körperpflege, Mobilisation, Umgang mit älteren Menschen, Kommunikation und Hygiene. Nach bestandener Prüfung erhältst du ein Zertifikat, das schweizweit anerkannt ist.
Die wichtigsten Fakten zum SRK-Kurs:
Mit diesem Zertifikat kannst du als Pflegehilfe arbeiten und erste Berufserfahrung sammeln. Viele nutzen es als Sprungbrett fĂĽr eine weiterfĂĽhrende Ausbildung.
Was verdienst du als Quereinsteiger ohne vollständige Pflegeausbildung? Die Gehälter sind niedriger als für Fachkräfte, aber immer noch attraktiver als in vielen anderen Einstiegsjobs.
Als Pflegehilfe mit SRK-Zertifikat kannst du mit etwa 3.800 bis 4.500 CHF brutto monatlich rechnen. Das ist weniger als der Durchschnittslohn in der Pflege für Fachkräfte, aber ein solider Einstieg.
In der Betreuung variieren die Gehälter stark. Stundenweise Betreuungsjobs werden oft mit 25 bis 30 CHF pro Stunde vergütet. Bei Vollzeit kommst du auf etwa 4.000 bis 4.800 CHF. In der 24h-Pflege liegt das Gehalt bei 2.800 bis 4.000 CHF pro Einsatzmonat – wobei Unterkunft und Verpflegung gestellt werden.
Zum Vergleich: Ausgebildete Pflegefachpersonen verdienen 5.500 bis 7.500 CHF. Der Unterschied ist deutlich, aber mit einer Ausbildung kannst du aufholen.
Wenn du langfristig in der Pflege arbeiten möchtest, führt kaum ein Weg an einer Ausbildung vorbei. Die gute Nachricht: Als Quereinsteiger mit Berufserfahrung gibt es verkürzte Wege.
Die Ausbildung zur Fachperson Gesundheit (FaGe) ist der Standard-Einstieg in die Schweizer Pflege. Normalerweise dauert sie drei Jahre. FĂĽr Erwachsene mit Lebenserfahrung und allenfalls Vorkenntnissen gibt es aber verkĂĽrzte Varianten.
Die Erwachsenenbildung FaGe dauert typischerweise zwei Jahre. Du absolvierst die Ausbildung berufsbegleitend oder in Vollzeit. Voraussetzungen sind meist ein Mindestalter von 22 Jahren und idealerweise Erfahrung im Gesundheitswesen – zum Beispiel als Pflegehilfe.
Nach der FaGe-Ausbildung stehen dir alle TĂĽren offen. Du kannst direkt als Fachperson arbeiten oder dich weiter zur diplomierten Pflegefachperson HF qualifizieren. Mehr zur Pflegeausbildung in der Schweiz findest du in unserem ausfĂĽhrlichen Ratgeber.
Neben dem klassischen Pflegehelfer-Weg gibt es weitere Optionen fĂĽr Quereinsteiger:
In der privaten Seniorenbetreuung oder als Alltagsbegleitung variieren die Anforderungen je nach Arbeitgeber. Einige Einrichtungen bieten auch Praktika für Interessierte an – eine gute Möglichkeit, den Beruf kennenzulernen.
Auch wenn du keine Ausbildung hast, erwarten Arbeitgeber bestimmte Eigenschaften und Fähigkeiten.
Die wichtigsten Anforderungen sind:
Vorerfahrung ist ein großes Plus. Hast du dich privat um Angehörige gekümmert? Ehrenamtlich in einem Pflegeheim geholfen? Solche Erfahrungen zählen, auch wenn sie nicht formell sind. Erwähne sie unbedingt in deiner Bewerbung.
Lass mich ehrlich sein: Der Einstieg als Quereinsteiger ist möglich, aber kein Spaziergang. Du startest am unteren Ende der Hierarchie und musst dich hocharbeiten.
Die Arbeit ist körperlich und emotional fordernd. Du hilfst Menschen bei intimsten Tätigkeiten, erlebst Leid und manchmal auch Tod. Nicht jeder ist dafür gemacht – und das ist okay. Teste dich ehrlich, bevor du dich festlegst. Ein Praktikum oder Freiwilligeneinsatz kann helfen, die Realität kennenzulernen.
Die Bezahlung als Pflegehilfe ist in Ordnung, aber nicht üppig. Wenn es dir hauptsächlich ums Geld geht, ist die Pflege vielleicht nicht der richtige Bereich. Die Gehälter steigen erst mit Ausbildung und Erfahrung deutlich an. Als ausgebildete Fachperson verdienst du dann allerdings sehr gut – die Schweizer Pflegegehälter gehören zu den höchsten weltweit.
Aber: Wer motiviert ist und dranbleibt, hat echte Chancen. Die Pflege sucht händeringend nach Personal. Quereinsteiger, die sich bewähren und weiterbilden, werden gefördert und können Karriere machen. Viele heutige Stationsleitungen haben als Quereinsteiger angefangen.
Wenn du als Quereinsteiger in die Pflege willst, hier meine Tipps:
So merkst du, ob die Pflege wirklich zu dir passt, und sammelst gleichzeitig Erfahrung für eine mögliche verkürzte Ausbildung. Der Einstieg in Pflegeheimen ist oft einfacher als in Spitälern.
Als Quereinsteiger ohne Ausbildung in die Schweizer Pflege einzusteigen ist möglich – aber es braucht Engagement und realistische Erwartungen. Der Pflegehelfer-Kurs SRK ist der beste erste Schritt. Von dort aus kannst du Erfahrung sammeln und dich weiterqualifizieren.
Die Schweiz bietet gute Rahmenbedingungen für motivierte Quereinsteiger. Der Fachkräftemangel öffnet Türen, und wer sich bewährt, wird gefördert. Mit der richtigen Einstellung und Ausdauer kann aus dem Quereinstieg eine erfüllende Karriere werden. Die Pflege ist ein Beruf mit Sinn – du hilfst Menschen in schwierigen Situationen und machst einen echten Unterschied.
Interesse an einem Einstieg in die Schweizer Pflege? Bei HeySwiss beraten wir dich zu deinen Möglichkeiten – auch wenn du (noch) keine Pflegeausbildung hast. Buche ein kostenloses Kennenlerngespräch!
Hey, ich bin Tara! Hier findes du regelmäßig Infos zu deinem Job in der Schweiz! 🙂🇨đź‡
Ja, als Pflegehilfe oder in der Betreuung. Für anspruchsvollere Tätigkeiten brauchst du aber eine Qualifikation wie den SRK-Kurs oder eine Ausbildung.
Als Pflegehilfe mit SRK-Zertifikat etwa 3.800 bis 4.500 CHF brutto monatlich. In der Betreuung variiert es je nach Modell.
Etwa 120 Stunden, verteilt auf mehrere Wochen. Die Kosten liegen bei etwa 2.000 bis 2.500 CHF.
Ja, und das ist empfehlenswert. Mit Erfahrung als Pflegehilfe kannst du eine verkĂĽrzte FaGe-Ausbildung machen.
Ja, die Nationalität spielt keine Rolle. Wichtig sind Motivation, Deutschkenntnisse und idealerweise erste Qualifikationen wie der SRK-Kurs.
Inhalt Immer mehr Menschen möchten so lange wie möglich in...
WeiterlesenInhalt Der Fachkräftemangel in der Schweizer Pflege ist enorm –...
WeiterlesenInhalt Die 4-Tage-Woche ist in aller Munde – auch im...
WeiterlesenInhalt Die Onkologiepflege ist einer der anspruchsvollsten und gleichzeitig erfĂĽllendsten...
Weiterlesen