Inhalt Immer mehr Menschen möchten so lange wie möglich in...
Weiterlesen
Im Internet kursieren viele Zahlen zum Krankenschwester-Gehalt in der Schweiz. Manche klingen fast zu gut, um wahr zu sein. Andere scheinen untertrieben. Zeit für einen ehrlichen Gehaltsvergleich ohne Schönfärberei – damit du weißt, was dich wirklich erwartet.
In diesem Artikel bekommst du die nackten Zahlen: Was verdienen Krankenschwestern in der Schweiz tatsächlich? Wie viel bleibt nach Abzügen übrig? Und lohnt sich der Wechsel, wenn du die Lebenshaltungskosten einrechnest? Lass uns gemeinsam rechnen. Wenn du grundsätzlich über einen Umzug nachdenkst, findest du hier alle Infos zum Arbeiten in der Schweiz.
Starten wir mit dem Ist-Zustand in Deutschland. Als examinierte Krankenschwester verdienst du dort im Durchschnitt zwischen 3.200 und 3.800 Euro brutto monatlich. In Tarifverträgen des öffentlichen Dienstes kann es etwas mehr sein, bei privaten Trägern oft weniger.
Nach Steuern und Sozialabgaben bleiben dir typischerweise 2.100 bis 2.500 Euro netto. Davon gehen Miete, Versicherungen, Lebensmittel und Transport ab. Am Monatsende bleibt oft wenig übrig – trotz Schichtdienst, Wochenendeinsätzen und der enormen Verantwortung, die du trägst.
Viele Krankenschwestern in Deutschland fühlen sich unterbezahlt. Der Fachkräftemangel führt zu Überlastung, aber nicht zu angemessenen Gehaltserhöhungen. Kein Wunder, dass immer mehr Pflegekräfte ins Ausland schauen.
Jetzt zu den Schweizer Gehältern – ohne Übertreibung, aber auch ohne Untertreibung. Als diplomierte Pflegefachfrau (so heißt die Krankenschwester in der Schweiz) verdienst du im Durchschnitt zwischen 6.100 und 7.500 CHF brutto monatlich.
Die Spanne ist groß und hängt von verschiedenen Faktoren ab. Berufseinsteiger starten bei etwa 5.600 bis 6.200 CHF. Mit fünf bis zehn Jahren Erfahrung sind 6.500 bis 7.200 CHF realistisch. Erfahrene Pflegefachfrauen mit Spezialisierung erreichen 7.500 bis 8.500 CHF.
In spezialisierten Bereichen wie der Intensivstation oder Anästhesie liegen die Gehälter noch höher – hier sind 8.000 bis 9.500 CHF keine Seltenheit. Auch als Stationsleitung verdienst du überdurchschnittlich.
Hier kommt der Vergleich, auf den du gewartet hast. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache:
Der Unterschied ist enorm. Selbst wenn du die höheren Lebenshaltungskosten einrechnest, bleibt in der Schweiz deutlich mehr übrig. Der Durchschnittslohn in der Pflege liegt in der Schweiz etwa doppelt so hoch wie in Deutschland.
Jetzt wird es konkret. Die Schweizer AbzĂĽge funktionieren anders als in Deutschland. Hier die wichtigsten Posten:
Die Sozialversicherungen (AHV, IV, EO) machen etwa 6,4 Prozent aus. Die Arbeitslosenversicherung kostet rund 1,1 Prozent. Die Pensionskasse – vergleichbar mit der betrieblichen Altersvorsorge – liegt je nach Alter bei 3,5 bis 9 Prozent. Die Unfallversicherung beträgt 1 bis 2 Prozent.
Als ausländische Arbeitskraft ohne Niederlassungsbewilligung zahlst du Quellensteuer. Diese variiert je nach Kanton und Einkommen zwischen 5 und 15 Prozent. In Zürich liegt sie bei einem Krankenschwesterngehalt typischerweise bei 10 bis 12 Prozent.
Wichtig: Die Krankenversicherung ist in der Schweiz kein Lohnabzug. Du schließt sie privat ab und zahlst 300 bis 450 CHF monatlich. Mehr zu den Steuern in der Schweiz erfährst du in unserem Ratgeber.
Damit du es schwarz auf weiĂź siehst, hier ein konkretes Beispiel. Nehmen wir an, du verdienst als Krankenschwester in der Schweiz 6.800 CHF brutto monatlich.
Die Abzüge: Sozialversicherungen etwa 510 CHF, Pensionskasse rund 400 CHF, Quellensteuer etwa 750 CHF. Das ergibt einen Nettolohn von ungefähr 5.140 CHF. Nach Abzug der Krankenversicherung (ca. 400 CHF) stehen dir effektiv rund 4.740 CHF zur Verfügung.
Zum Vergleich: In Deutschland hättest du bei einem Bruttogehalt von 3.500 Euro etwa 2.300 Euro netto – umgerechnet rund 2.450 CHF. Du hast also in der Schweiz fast doppelt so viel zur Verfügung. Mit dem Brutto-Netto-Rechner kannst du dein persönliches Ergebnis berechnen.
Die Schweiz ist klein, aber die Gehaltsunterschiede zwischen den Kantonen sind beachtlich:
In Zürich verdienen Krankenschwestern am meisten, zahlen aber auch die höchsten Mieten – eine Zweizimmerwohnung kostet schnell 2.000 CHF. In ländlicheren Kantonen wie Thurgau oder St. Gallen liegen die Löhne niedriger, dafür wohnst du deutlich günstiger. Oft bleibt hier sogar mehr übrig als in der teuren Stadt.
Der Lohn ist wichtig, aber nicht alles. Die Schweiz punktet auch mit anderen Vorteilen fĂĽr Krankenschwestern.
Das Arbeitsgesetz regelt auch Themen wie Ruhezeiten nach dem Nachtdienst klar. Die Arbeitsbedingungen sind insgesamt oft besser als in Deutschland.
Dein Einstiegsgehalt ist erst der Anfang. In der Schweiz gibt es gute Möglichkeiten, dein Einkommen zu steigern.
Mit einer Weiterbildung zur Stationsleitung kannst du dein Gehalt um 15 bis 25 Prozent erhöhen. Spezialisierungen in Bereichen wie Intensivpflege, Onkologie oder Psychiatrie werden ebenfalls gut bezahlt. Viele Spitäler suchen gezielt nach spezialisierten Fachkräften und honorieren diese Expertise entsprechend.
Auch ein Pflegestudium kann sich lohnen. Mit Bachelor-Abschluss stehen dir Führungspositionen offen, und das Gehalt steigt entsprechend. Viele Arbeitgeber unterstützen Weiterbildungen finanziell oder durch Freistellungen – eine Investition, die sich langfristig auszahlt.
Du bist ĂĽberzeugt? Dann ist der Weg gar nicht so kompliziert. So gehst du vor:
Bei HeySwiss begleiten wir dich durch den gesamten Prozess. Wir helfen bei der Jobsuche, unterstĂĽtzen bei der Diplom-Anerkennung und kĂĽmmern uns auch um Themen wie Wohnungssuche. Unser Service ist fĂĽr dich komplett kostenlos.
Die Zahlen lügen nicht: Als Krankenschwester verdienst du in der Schweiz fast doppelt so viel wie in Deutschland. Auch nach Abzug der höheren Lebenshaltungskosten bleibt deutlich mehr übrig. Dazu kommen bessere Arbeitsbedingungen, modernere Ausstattung und mehr Wertschätzung für deine Arbeit.
Der Wechsel ist keine Entscheidung, die man leichtfertig trifft. Aber wenn du mit deiner Situation in Deutschland unzufrieden bist und offen für Veränderung bist, bietet die Schweiz echte Chancen. Der Schritt über die Grenze könnte der beste Karriereschritt deines Lebens werden.
Wir von HeySwiss unterstützen dich gerne auf diesem Weg. Buche ein kostenloses Kennenlerngespräch, und wir schauen gemeinsam, welche Möglichkeiten sich für dich bieten. Dein neues Kapitel wartet!
Hey, ich bin Tara! Hier findes du regelmäßig Infos zu deinem Job in der Schweiz! 🙂🇨đź‡
Bei einem Bruttogehalt von 6.800 CHF bleiben dir nach allen AbzĂĽgen etwa 4.700 bis 5.100 CHF netto. Das ist fast doppelt so viel wie in Deutschland.
Nein. Selbst nach Abzug der höheren Lebenshaltungskosten bleibt in der Schweiz mehr übrig. Viele Krankenschwestern können hier erstmals richtig sparen.
Ja, das deutsche Examen wird in der Schweiz anerkannt. Der Prozess dauert etwa vier bis acht Wochen und läuft über das Schweizerische Rote Kreuz.
Die höchsten Löhne gibt es in Zürich, Genf und Basel. Allerdings sind dort auch die Mieten am höchsten. Ein guter Kompromiss sind Kantone wie Luzern oder Aargau.
Über spezialisierte Jobbörsen, Direktbewerbungen bei Spitälern oder Vermittlungen wie HeySwiss. Der Arbeitsmarkt ist aufnahmefähig – Fachkräfte werden dringend gesucht.
Inhalt Immer mehr Menschen möchten so lange wie möglich in...
WeiterlesenInhalt Der Fachkräftemangel in der Schweizer Pflege ist enorm –...
WeiterlesenInhalt Die 4-Tage-Woche ist in aller Munde – auch im...
WeiterlesenInhalt Die Onkologiepflege ist einer der anspruchsvollsten und gleichzeitig erfĂĽllendsten...
Weiterlesen