24h Pflege Schweiz Stellenangebote: Dein Weg in die Privatbetreuung

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Die 24-Stunden-Pflege ist ein wachsender Bereich in der Schweiz. Immer mehr ältere Menschen möchten in ihren eigenen vier Wänden bleiben – und brauchen dafür professionelle Unterstützung rund um die Uhr. Für Pflegekräfte bietet das interessante Jobmöglichkeiten mit besonderen Vorteilen, aber auch speziellen Anforderungen.

In diesem Artikel erfährst du alles über Stellenangebote in der 24h-Pflege in der Schweiz. Was erwartet dich? Wie viel kannst du verdienen? Und ist diese Arbeitsform das Richtige für dich? Wenn du grundsätzlich über einen Wechsel nachdenkst, findest du hier alle Infos zum Arbeiten in der Schweiz.

Das Wichtigste in KĂĽrze

  • Die 24h-Pflege bedeutet, dass du im Haushalt der betreuten Person lebst und arbeitest
  • Typische Einsätze dauern zwei bis vier Wochen, danach folgt eine gleichlange Freizeit
  • Das Gehalt liegt bei etwa 2.800 bis 4.200 CHF pro Einsatzmonat
  • Du brauchst keine spezielle Ausbildung, aber Pflegeerfahrung ist von Vorteil
  • Die Arbeit erfordert Flexibilität, Selbstständigkeit und EinfĂĽhlungsvermögen

Was ist 24h-Pflege eigentlich?

Bei der 24-Stunden-Pflege lebst du im Haushalt der Person, die du betreust. Du bist rund um die Uhr vor Ort und hilfst bei allem, was im Alltag anfällt – von der Körperpflege über Mahlzeiten bis zur Gesellschaft leisten.

Das klingt intensiv, und das ist es auch. Aber du arbeitest nicht 24 Stunden am Stück. Es gibt Ruhezeiten, Pausen und Nachtruhe. Trotzdem musst du flexibel sein, denn ältere Menschen brauchen manchmal auch nachts Unterstützung. Die Arbeit erfordert Einfühlungsvermögen und die Fähigkeit, dich auf einen anderen Menschen einzustellen.

Die meisten 24h-Pflegekräfte arbeiten in Rotationsmodellen. Typisch sind zwei Wochen Einsatz, zwei Wochen frei – oder drei Wochen Einsatz, drei Wochen frei. In deiner freien Zeit kannst du nach Hause fahren, Familie besuchen oder die Schweiz erkunden. Diese Arbeitsform unterscheidet sich deutlich von der klassischen Pflege zu Hause durch ambulante Dienste, wo du täglich verschiedene Klienten besuchst.

Welche Aufgaben erwarten dich?

Die Aufgaben in der 24h-Pflege sind vielfältig. Du bist nicht nur Pflegekraft, sondern auch Haushaltshilfe, Gesellschafterin und oft auch Vertrauensperson.

Zu den typischen Tätigkeiten gehören:

  • UnterstĂĽtzung bei der Körperpflege: Waschen, Anziehen, Toilettengänge
  • Zubereitung von Mahlzeiten und Hilfe beim Essen
  • HaushaltsfĂĽhrung: Einkaufen, Kochen, Putzen, Wäsche
  • Begleitung zu Arztbesuchen und Terminen
  • Gesellschaft leisten, Gespräche fĂĽhren, gemeinsame Aktivitäten
 

Je nach Gesundheitszustand der betreuten Person kommen medizinische Aufgaben hinzu – etwa Medikamentengabe, Blutdruckmessen oder Unterstützung bei der Mobilität. Für komplexere pflegerische Tätigkeiten kommt oft zusätzlich ein ambulanter Pflegedienst vorbei.

Wer kann in der 24h-Pflege arbeiten?

Du brauchst keine spezielle Ausbildung, um in der 24h-Pflege zu arbeiten. Viele Betreuungskräfte haben einen pflegerischen Hintergrund, aber das ist keine Voraussetzung. Wichtiger sind persönliche Eigenschaften und Erfahrung.

Was du mitbringen solltest:

  • Erfahrung im Umgang mit älteren oder pflegebedĂĽrftigen Menschen
  • Gute Deutschkenntnisse fĂĽr die Kommunikation
  • Selbstständigkeit und Verantwortungsbewusstsein
  • EinfĂĽhlungsvermögen und Geduld
  • Belastbarkeit und Flexibilität
 

Wenn du eine Pflegeausbildung hast, ist das natĂĽrlich von Vorteil. Du kannst anspruchsvollere Aufgaben ĂĽbernehmen und hast bessere Gehaltsaussichten. Auch Quereinsteiger finden in der 24h-Pflege einen Einstieg in die Betreuungsarbeit.

Was verdienst du in der 24h-Pflege?

Die Gehälter in der 24h-Pflege sind attraktiv – vor allem wenn du bedenkst, dass Unterkunft und Verpflegung meist gestellt werden. Du lebst im Haushalt der betreuten Person und hast daher kaum laufende Kosten.

Das typische Gehalt liegt bei etwa 2.800 bis 4.200 CHF brutto pro Einsatzmonat. Da du keine Miete zahlst und oft auch verpflegt wirst, bleibt netto fast alles übrig. Pflegekräfte mit Ausbildung oder speziellen Qualifikationen verdienen mehr. Auch die Anforderungen spielen eine Rolle: Wer jemanden mit Demenz oder komplexem Pflegebedarf betreut, erhält höhere Vergütung.

Zum Vergleich: Der Durchschnittslohn in der Pflege liegt in der klassischen Spitalarbeit bei 6.000 bis 7.000 CHF – aber dort hast du Miete, Lebensmittel und andere Kosten. In der 24h-Pflege kannst du oft mehr zur Seite legen, obwohl das Bruttogehalt niedriger aussieht. Viele 24h-Pflegekräfte sparen 2.000 CHF und mehr pro Einsatzmonat.

Vorteile und Herausforderungen

Wie jede Arbeitsform hat auch die 24h-Pflege Vor- und Nachteile. Hier ein ehrlicher Ăśberblick:

Vorteile:

  • Komplett freie Zeit zwischen den Einsätzen – keine Schichtdienste in der Freizeit
  • Unterkunft und oft Verpflegung gestellt – enorme Kostenersparnis
  • Persönliche, erfĂĽllende Arbeit mit echter Beziehung zur betreuten Person
  • Selbstständiges Arbeiten ohne Hektik wie im Spital
 

Herausforderungen:

  • Längere Abwesenheit von Familie und Freunden
  • Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit verschwimmen
  • Arbeit kann einsam sein ohne Kollegenteam
  • Du bist rund um die Uhr am Arbeitsort, auch in Ruhepausen
 

Die 24h-Pflege ist nicht für jeden geeignet. Wenn du Familie hast oder tägliche Routine brauchst, könnte klassische Spitalarbeit oder Zeitarbeit in der Pflege besser passen.

Wo findest du Stellenangebote?

Es gibt verschiedene Wege, Stellen in der 24h-Pflege zu finden:

 

Bei HeySwiss können wir dich auch über Möglichkeiten in der Privatbetreuung informieren. Wir kennen verschiedene Arbeitgeber und Modelle und können einschätzen, was zu dir passt.

Rechtliche Rahmenbedingungen

Die 24h-Pflege bewegt sich in einem besonderen rechtlichen Rahmen. Als Arbeitnehmerin hast du Rechte, die du kennen solltest.

Dein Arbeitsverhältnis muss vertraglich geregelt sein. Achte auf klare Angaben zu Arbeitszeit, Ruhezeiten, Vergütung und Kündigungsfristen. Das Arbeitsrecht gilt auch in der Privatpflege – du bist keine Arbeitskraft zweiter Klasse. Seriöse Vermittlungen sorgen für faire Verträge.

Die Arbeitszeit ist gesetzlich begrenzt. Auch wenn du vor Ort lebst, gilt nicht jede Stunde als Arbeitszeit. Bereitschaftsdienst und Ruhezeiten mĂĽssen definiert sein. Das Arbeitsgesetz setzt hier klare Grenzen. Typischerweise sind 40 bis 50 Stunden aktive Arbeitszeit pro Woche vorgesehen, plus Bereitschaftszeiten.

Als EU-Bürgerin brauchst du eine Aufenthaltsbewilligung. Mit einem Arbeitsvertrag ist das unkompliziert. Mehr zur Auswanderung in die Schweiz erfährst du in unserem ausführlichen Guide. Die meisten Vermittlungen kümmern sich um die Formalitäten.

Ist 24h-Pflege das Richtige fĂĽr dich?

Bevor du dich bewirbst, solltest du ehrlich prĂĽfen, ob diese Arbeitsform zu dir passt.

Sie könnte richtig sein, wenn du Abwechslung zwischen intensiver Arbeit und kompletter Freizeit magst, keine Probleme mit räumlicher Trennung von zu Hause hast und gerne selbstständig arbeitest. Die finanzielle Ersparnis durch gesparte Miete ist ein weiterer Pluspunkt. Manche schätzen auch die Ruhe und Tiefe der Beziehung, die sich in der Einzelbetreuung entwickelt.

Sie ist wahrscheinlich nicht das Richtige, wenn du täglich nach Hause kommen möchtest, Teamarbeit und Kollegenaustausch brauchst oder Familie hast, die dich regelmäßig braucht. Auch wenn du feste Strukturen und klare Trennung zwischen Arbeit und Privatleben bevorzugst, ist klassische Spitalarbeit möglicherweise besser.

Falls die 24h-Pflege nicht passt, gibt es viele andere Pflege Jobs in der Schweiz. Von der Akutpflege im Spital über Langzeitpflege bis zur ambulanten Versorgung – die Möglichkeiten sind vielfältig.

Fazit: Eine besondere Arbeitsform mit besonderen Chancen

Die 24h-Pflege bietet einen einzigartigen Weg, in der Schweiz zu arbeiten. Du lebst und arbeitest im Haushalt der betreuten Person, hast intensive Betreuungsphasen und dann komplett freie Zeit. Finanziell ist das Modell attraktiv, weil Unterkunft und oft Verpflegung gestellt werden – was du verdienst, kannst du fast komplett zur Seite legen.

Ob diese Arbeitsform zu dir passt, hängt von deiner persönlichen Situation ab. Für manche ist es die ideale Kombination aus erfüllender Arbeit und maximaler Freizeit. Die enge Beziehung zur betreuten Person kann sehr bereichernd sein. Andere bevorzugen klassische Pflegearbeit mit täglichem Feierabend und Teamkolleginnen.

Interesse an Stellenangeboten in der 24h-Pflege oder anderen Bereichen? Bei HeySwiss beraten wir dich zu allen Möglichkeiten in der Schweizer Pflege. Buche ein kostenloses Kennenlerngespräch!

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Tara von HeySwiss

Hey, ich bin Tara! Hier findes du regelmäßig Infos zu deinem Job in der Schweiz! 🙂🇨🇭

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Häufige Fragen zum Thema

Brauche ich eine Pflegeausbildung fĂĽr die 24h-Pflege?

Nein, eine formale Ausbildung ist keine Voraussetzung. Erfahrung im Umgang mit älteren Menschen ist aber wichtig. Mit Ausbildung hast du bessere Gehaltsaussichten.

Wie lange dauert ein typischer Einsatz?

Die meisten Einsätze dauern zwei bis vier Wochen. Danach folgt eine gleichlange Freizeit. Das genaue Modell wird im Arbeitsvertrag festgelegt.

Was verdiene ich in der 24h-Pflege?

Das Gehalt liegt bei etwa 2.800 bis 4.200 CHF pro Einsatzmonat. Da Unterkunft und oft Verpflegung gestellt werden, bleibt fast alles netto ĂĽbrig.

Wo wohne ich während des Einsatzes?

Du lebst im Haushalt der betreuten Person. In der Regel hast du ein eigenes Zimmer mit Privatsphäre.

Kann ich die 24h-Pflege mit Familie vereinbaren?

Das ist eine Herausforderung. Die wochenweisen Einsätze bedeuten längere Abwesenheit. Für Alleinstehende oder Paare ohne Kinder ist das Modell oft besser geeignet.

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