Precheck Schweiz: Das musst du vor deiner Bewerbung unbedingt wissen

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Du spielst mit dem Gedanken, als Pflegekraft in die Schweiz zu gehen? Bevor du dich Hals über Kopf in Bewerbungen stürzt, solltest du einen Precheck machen. Damit meine ich nicht irgendeinen offiziellen Test, sondern eine ehrliche Bestandsaufnahme: Erfüllst du die Voraussetzungen? Welche Chancen hast du wirklich? Und was musst du vorbereiten?

In diesem Artikel gehen wir gemeinsam alle wichtigen Punkte durch. Am Ende weißt du genau, wo du stehst und was deine nächsten Schritte sind. So sparst du dir Zeit, Frust und böse Überraschungen. Wenn du grundsätzlich über einen Wechsel nachdenkst, findest du hier alle Infos zum Arbeiten in der Schweiz.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Precheck hilft dir, deine Chancen realistisch einzuschätzen, bevor du dich bewirbst
  • Die wichtigsten Faktoren sind Qualifikation, Sprachkenntnisse und Berufserfahrung
  • Deine deutsche Pflegeausbildung wird in der Schweiz in der Regel anerkannt
  • Du solltest mindestens ein bis zwei Jahre Berufserfahrung mitbringen
  • Mit guter Vorbereitung steigen deine Erfolgschancen deutlich

Was ist ein Precheck überhaupt?

Ein Precheck ist im Grunde eine Selbstprüfung vor der eigentlichen Bewerbung. Du gehst systematisch durch, ob du die Voraussetzungen für einen Job in der Schweiz erfüllst und wie gut deine Chancen stehen.

Viele Pflegekräfte bewerben sich einfach drauflos, ohne sich vorher richtig zu informieren. Das führt zu Absagen und Frustration. Ein gründlicher Precheck verhindert das – du weißt vorher, woran du bist, und kannst gezielt an Schwachstellen arbeiten.

Faktor 1: Deine Qualifikation

Der wichtigste Punkt zuerst: Welche Ausbildung hast du? Die Schweiz hat ein eigenes Ausbildungssystem in der Pflege, und deine Qualifikation muss anerkannt werden.

Die gute Nachricht: Deutsche Pflegeausbildungen werden in der Regel problemlos anerkannt. Die Anerkennung deines Diploms läuft über das Schweizerische Rote Kreuz und dauert etwa vier bis acht Wochen.

Diese Qualifikationen haben die besten Chancen:

  • Examinierte Gesundheits- und Krankenpfleger werden als diplomierte Pflegefachpersonen anerkannt
  • Examinierte Altenpfleger werden meist als Fachpersonen Gesundheit (FaGe) eingestuft
  • Pflegefachfrauen und -männer nach neuer generalistischer Ausbildung werden direkt anerkannt
  • Heilerziehungspfleger können im Betreuungsbereich arbeiten
  • MFAs werden als Medizinische Praxisassistentinnen anerkannt
 

Falls du unsicher bist, wie deine Ausbildung eingestuft wird, können wir das im Precheck klären. Die Pflegeausbildung in der Schweiz ist etwas anders strukturiert, aber Anpassungen sind selten nötig.

Faktor 2: Deine Berufserfahrung

Berufserfahrung ist in der Schweiz wichtig. Die meisten Arbeitgeber erwarten mindestens ein bis zwei Jahre praktische Erfahrung nach der Ausbildung. Je mehr Erfahrung du mitbringst, desto besser stehen deine Chancen.

Besonders gefragt sind Pflegekräfte mit Erfahrung in spezialisierten Bereichen. Wenn du auf der Intensivstation gearbeitet hast, in der Onkologie oder in der Psychiatrie, bist du besonders begehrt. Aber auch Erfahrung in der Akutpflege, Langzeitpflege oder ambulanten Pflege wird geschätzt.

Frisch Examinierte haben es etwas schwerer, aber nicht unmöglich. Manche Einrichtungen stellen auch Berufseinsteiger ein, besonders wenn sie flexibel bei der Region sind. Allerdings ist das Gehalt dann oft etwas niedriger, und du musst dich gegen erfahrene Konkurrenz durchsetzen.

Faktor 3: Deine Sprachkenntnisse

In der Deutschschweiz wird Schweizerdeutsch gesprochen – aber keine Sorge, du musst es nicht können. Im beruflichen Kontext und mit Patienten wird Hochdeutsch verwendet. Deine deutschen Sprachkenntnisse reichen also völlig aus.

Für die Westschweiz (Genf, Lausanne) brauchst du Französisch, für das Tessin Italienisch. Wenn du diese Sprachen nicht sprichst, konzentriere dich auf die Deutschschweiz – dort liegt ohnehin der größte Arbeitsmarkt.

Faktor 4: Deine Flexibilität

Die Schweiz ist klein, aber die Unterschiede zwischen den Regionen sind groß. Deine Flexibilität bei der Wahl des Arbeitsortes beeinflusst deine Chancen erheblich.

  • In ländlichen Regionen gibt es oft mehr offene Stellen und weniger Konkurrenz
  • Städte wie Zürich oder Basel sind beliebt, aber auch umkämpfter
  • Wer bereit ist, in verschiedenen Kantonen zu arbeiten, findet schneller etwas
  • Grenznahe Regionen suchen oft gezielt deutsche Pflegekräfte
  • Auch bei den Arbeitszeiten ist Flexibilität von Vorteil
 

Je flexibler du bist, desto besser. Das bedeutet nicht, dass du jeden Job annehmen musst. Aber wenn du von vornherein nur eine bestimmte Stadt oder nur Tagdienst akzeptierst, schränkst du deine Möglichkeiten stark ein.

Faktor 5: Deine persönliche Situation

Ein Umzug in die Schweiz ist mehr als ein Jobwechsel. Du verlässt dein gewohntes Umfeld, musst dich in einem neuen Land zurechtfinden und bist erstmal auf dich gestellt. Das solltest du bei deinem Precheck berücksichtigen.

Frag dich ehrlich: Bist du bereit für diese Veränderung? Wie sieht es mit Familie, Partner, Kindern aus? Kannst du dir vorstellen, in der Schweiz zu leben – nicht nur zu arbeiten? Die höheren Gehälter sind attraktiv, aber Geld allein macht nicht glücklich.

Auch praktische Fragen spielen eine Rolle. Hast du finanzielle Reserven für die Übergangszeit? Die ersten Wochen können teuer werden – Mietkaution, Einrichtung, laufende Kosten, während das erste Gehalt noch aussteht. Eine Reserve von zwei bis drei Monatsgehältern ist empfehlenswert.

Was du vor der Bewerbung vorbereiten solltest

Wenn dein Precheck positiv ausfällt, geht es an die Vorbereitung. Je besser du vorbereitet bist, desto reibungsloser läuft der Prozess.

Deine Unterlagen sind das A und O. Du brauchst dein Pflegediplom oder Examen in beglaubigter Kopie, Arbeitszeugnisse der letzten Stellen, einen aktuellen Lebenslauf und ein Motivationsschreiben. Schweizer Bewerbungen sind etwas anders aufgebaut als deutsche – informiere dich über die üblichen Standards.

Die Diplom-Anerkennung kannst du schon vor der Bewerbung starten. Das beschleunigt den Prozess erheblich, weil viele Arbeitgeber die Anerkennung als Einstellungsvoraussetzung sehen. Der Antrag läuft über das Schweizerische Rote Kreuz.

Informiere dich auch über die Steuern in der Schweiz und nutze den Brutto-Netto-Rechner, um realistische Gehaltsvorstellungen zu entwickeln. Nichts ist peinlicher, als im Vorstellungsgespräch völlig unrealistische Forderungen zu stellen.

Typische Stolperfallen – und wie du sie vermeidest

Aus unserer Erfahrung bei HeySwiss kennen wir die häufigsten Fehler:

  • Unrealistische Gehaltserwartungen – informiere dich über den Durchschnittslohn in der Pflege
  • Unvollständige Bewerbungsunterlagen – nimm dir Zeit für eine gründliche Vorbereitung
  • Ungeduld – der Prozess dauert zwei bis vier Monate, plane entsprechend
  • Zu wenig Flexibilität bei der Regionenwahl – schränkt deine Möglichkeiten stark ein
  • Mangelndes Wissen über den Arbeitgeber – recherchiere vor dem Gespräch
 

Der Fachkräftemangel bedeutet gute Chancen, aber keine Garantie für Traumgehälter. Sei realistisch und gut vorbereitet.

Dein persönlicher Precheck: Die Checkliste

Hier eine praktische Checkliste für deinen eigenen Precheck. Geh die Punkte ehrlich durch:

  • Hast du eine abgeschlossene Pflegeausbildung, die in der Schweiz anerkannt wird?
  • Bringst du mindestens ein bis zwei Jahre Berufserfahrung mit?
  • Sprichst du fließend Deutsch (oder Französisch für die Westschweiz)?
  • Bist du bereit, in verschiedene Regionen zu ziehen?
  • Ist deine persönliche Situation stabil genug für einen Umzug?
 

Wenn du die meisten Punkte mit Ja beantworten kannst, stehen deine Chancen gut. Falls nicht, ist das kein Grund aufzugeben – aber du solltest an den Schwachstellen arbeiten, bevor du dich bewirbst.

Wie HeySwiss dir beim Precheck hilft

Bei HeySwiss bieten wir einen kostenlosen, unverbindlichen Precheck an. In einem persönlichen Gespräch schauen wir gemeinsam auf deine Situation und geben dir eine ehrliche Einschätzung.

Wir prüfen deine Qualifikation, besprechen deine Berufserfahrung und erklären dir den gesamten Prozess. Wenn alles passt, begleiten wir dich auf dem weiteren Weg – von der Jobsuche über die Diplom-Anerkennung bis zur Wohnungssuche. Unser Service ist für dich komplett kostenlos.

Fazit: Vorbereitung ist der halbe Erfolg

Ein gründlicher Precheck spart dir Zeit, Nerven und Enttäuschungen. Du weißt vorher, wo du stehst, was du vorbereiten musst und wie realistisch deine Chancen sind. Das gibt dir Sicherheit und erhöht deine Erfolgschancen deutlich.

Die Schweiz bietet Pflegekräften hervorragende Möglichkeiten – bessere Gehälter, oft bessere Arbeitsbedingungen und attraktive Karrierechancen. Aber der Wechsel will gut vorbereitet sein. Mit dem richtigen Precheck legst du den Grundstein für einen erfolgreichen Start.

Bereit für deinen persönlichen Precheck? Buche ein kostenloses Kennenlerngespräch bei HeySwiss, und wir schauen gemeinsam, welche Möglichkeiten sich für dich bieten!

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Tara von HeySwiss

Hey, ich bin Tara! Hier findes du regelmäßig Infos zu deinem Job in der Schweiz! 🙂🇨🇭

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Häufige Fragen zum Thema

Was genau ist ein Precheck?

Ein Precheck ist eine Selbstprüfung vor der Bewerbung. Du gehst systematisch durch, ob du die Voraussetzungen erfüllst und wie gut deine Chancen in der Schweiz stehen.

Wie lange dauert der gesamte Prozess bis zum Arbeitsantritt?

Von der ersten Bewerbung bis zum Arbeitsantritt vergehen typischerweise zwei bis vier Monate. Das hängt von der Diplom-Anerkennung, deiner Kündigungsfrist und dem Arbeitgeber ab.

Brauche ich Schweizerdeutsch-Kenntnisse?

Nein, Hochdeutsch reicht völlig aus. Im beruflichen Kontext wird Hochdeutsch verwendet, und Schweizerdeutsch verstehst du mit der Zeit von selbst.

Was ist, wenn mein Precheck negativ ausfällt?

Das bedeutet nicht das Ende. Oft lassen sich Schwachstellen beheben – durch zusätzliche Berufserfahrung, Weiterbildungen oder mehr Flexibilität bei der Stellensuche.

Kostet der Precheck bei HeySwiss etwas?

Nein, unser Precheck ist komplett kostenlos und unverbindlich. Wir werden von den Arbeitgebern vergütet, nicht von dir.

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