Stellenangebote Betreuung im Privathaushalt Schweiz: Diese Chancen warten auf dich

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Die Betreuung im Privathaushalt ist ein wachsender Bereich in der Schweiz. Immer mehr Familien suchen nach professioneller Unterstützung für ältere Angehörige – und das eröffnet dir spannende Jobmöglichkeiten. Anders als im Spital oder Pflegeheim arbeitest du hier in einer persönlichen Umgebung und baust eine echte Beziehung zu den Menschen auf, die du betreust.

In diesem Artikel erfährst du, welche Stellenangebote es gibt, was dich erwartet und wie du den passenden Job findest. Die Privatbetreuung bietet eine Alternative zur klassischen Pflege – mit eigenen Vorteilen und Herausforderungen. Wenn du grundsätzlich über einen Wechsel nachdenkst, findest du hier alle Infos zum Arbeiten in der Schweiz.

Das Wichtigste in KĂĽrze

  • Betreuung im Privathaushalt umfasst Alltagshilfe, Gesellschaft und leichte Pflege
  • Die Gehälter liegen bei etwa 4.000 bis 6.000 CHF monatlich, je nach Qualifikation
  • Du kannst fest angestellt oder in Rotationsmodellen arbeiten
  • Eine Pflegeausbildung ist von Vorteil, aber nicht immer erforderlich
  • Die Nachfrage wächst stetig durch die alternde Bevölkerung

Was bedeutet Betreuung im Privathaushalt?

Bei der Betreuung im Privathaushalt unterstützt du Menschen in deren eigenem Zuhause. Das unterscheidet sich grundlegend von der Arbeit im Spital oder Pflegeheim. Du bist Gast im Haus deiner Klienten und hilfst ihnen, so lange wie möglich selbstständig zu leben.

Die Betreuung kann verschiedene Formen annehmen. Manche Klienten brauchen nur stundenweise Unterstützung – etwa beim Einkaufen, Kochen oder bei Arztbesuchen. Andere benötigen ganztägige Begleitung. Die intensivste Form ist die 24h-Pflege, bei der du im Haushalt lebst und rund um die Uhr verfügbar bist.

Im Vergleich zur ambulanten Pflege zu Hause durch Spitex-Dienste ist die Privatbetreuung persönlicher. Du hast in der Regel weniger Klienten, dafür intensiveren Kontakt. Das ermöglicht eine echte Beziehung – kann aber auch herausfordernd sein.

Welche Stellenangebote gibt es?

Der Markt für Privatbetreuung ist vielfältig. Je nach deinen Qualifikationen und Wünschen findest du unterschiedliche Angebote.

Die wichtigsten Jobmodelle im Ăśberblick:

  • Stundenweise Betreuung: Du kommst fĂĽr einige Stunden täglich oder mehrmals pro Woche
  • Tagesbetreuung: Du begleitest den Klienten während des Tages, abends gehst du nach Hause
  • Live-in-Betreuung: Du wohnst im Haushalt und bist rund um die Uhr verfĂĽgbar
  • Rotationsmodelle: Mehrwöchige Einsätze mit anschlieĂźender Freizeit
  • Entlastungspflege: Du springst ein, wenn pflegende Angehörige Urlaub brauchen
 

Je nach Modell unterscheiden sich Arbeitszeiten, Vergütung und Anforderungen erheblich. Die stundenweise Betreuung lässt sich gut mit Familie oder anderen Verpflichtungen vereinbaren. Live-in-Modelle bieten dafür höhere Einkommen und gesparte Wohnkosten.

Was sind deine Aufgaben?

Die Aufgaben in der Privatbetreuung sind vielfältig und hängen vom Bedarf des Klienten ab. Du bist oft Allrounder – eine Mischung aus Haushaltshilfe, Begleitperson und Pflegekraft.

Typische Tätigkeiten umfassen:

  • UnterstĂĽtzung im Haushalt: Kochen, Putzen, Wäsche, Einkaufen
  • Begleitung bei Aktivitäten: Spaziergänge, Arztbesuche, Behördengänge
  • Gesellschaft leisten: Gespräche, gemeinsame Mahlzeiten, Hobbys
  • Leichte Pflege: Hilfe beim Anziehen, Körperpflege, Medikamentenerinnerung
  • Organisation: Termine koordinieren, mit Angehörigen kommunizieren
 

Für medizinische Pflege wie Wundversorgung oder Injektionen kommt oft zusätzlich ein Spitex-Dienst. Als Betreuungskraft übernimmst du die alltägliche Unterstützung, die ein selbstständiges Leben ermöglicht.

Welche Qualifikationen brauchst du?

Die Anforderungen variieren je nach Stelle. Für einfache Betreuungsaufgaben reichen oft Erfahrung und persönliche Eignung. Für anspruchsvollere Positionen ist eine Ausbildung gefragt.

Was Arbeitgeber typischerweise erwarten:

  • Erfahrung im Umgang mit älteren oder pflegebedĂĽrftigen Menschen
  • Gute Deutschkenntnisse fĂĽr die Kommunikation
  • Zuverlässigkeit und VertrauenswĂĽrdigkeit
  • EinfĂĽhlungsvermögen und Geduld
  • FĂĽhrerschein ist oft von Vorteil
 

Mit einer Pflegeausbildung hast du bessere Chancen auf anspruchsvolle und besser bezahlte Stellen. Auch Heilerziehungspfleger oder Fachkräfte mit ähnlichem Hintergrund sind gefragt. Selbst als Quereinsteiger findest du Einstiegsmöglichkeiten – wichtig ist vor allem deine Persönlichkeit.

Was kannst du verdienen?

Die Gehälter in der Privatbetreuung variieren stark je nach Arbeitsmodell, Qualifikation und Arbeitgeber.

Bei stundenweiser Betreuung liegt der Stundenlohn typischerweise bei 25 bis 35 CHF. Bei einer Vollzeitstelle kommst du auf etwa 4.000 bis 5.500 CHF brutto monatlich. Mit Pflegeausbildung und Erfahrung sind 5.500 bis 6.500 CHF realistisch.

Bei Live-in-Modellen ist das Gehalt oft niedriger – etwa 2.800 bis 4.200 CHF pro Einsatzmonat. Dafür sparst du Miete und Verpflegung, die gestellt werden. Effektiv bleibt oft mehr übrig als bei regulärer Anstellung. Der Durchschnittslohn in der Pflege liegt im Spitalbereich höher, aber dort hast du auch höhere Lebenshaltungskosten.

Zusätzlich zum Grundgehalt gibt es oft Zuschläge für Wochenend- oder Feiertagsarbeit. Auch ein 13. Monatslohn ist bei vielen Arbeitgebern Standard.

Wo findest du Stellenangebote?

Es gibt verschiedene Wege, Jobs in der Privatbetreuung zu finden. Am besten nutzt du mehrere Kanäle parallel.

Vermittlungsagenturen sind ein guter Einstieg. Sie bringen Betreuungskräfte und Familien zusammen, kümmern sich um Verträge und sind Ansprechpartner bei Fragen oder Problemen. Der Vorteil: Du hast einen professionellen Rahmen und rechtliche Absicherung.

Online-Plattformen bieten Direktvermittlungen. Hier inserieren Familien selbst ihre Gesuche. Das kann Vorteile haben – direkter Kontakt, keine Vermittlungsgebühr – aber auch Risiken. Achte auf klare vertragliche Regelungen.

Auch auf allgemeinen Jobbörsen für Pflege findest du Stellen in der Privatbetreuung. Und natürlich helfen persönliche Empfehlungen – viele Betreuungskräfte finden neue Klienten über Mundpropaganda.

Rechtliche Rahmenbedingungen

Auch in der Privatbetreuung gelten Arbeitsgesetze. Du solltest deine Rechte kennen und auf faire Bedingungen achten.

Ein schriftlicher Arbeitsvertrag ist Pflicht. Er sollte Arbeitszeiten, VergĂĽtung, KĂĽndigungsfristen und Aufgaben klar regeln. Bei Live-in-Modellen mĂĽssen auch Unterkunft, Verpflegung und Ruhezeiten definiert sein. Das Arbeitsrecht schĂĽtzt dich auch in Privathaushalten.

Das Arbeitsgesetz begrenzt die Arbeitszeit und schreibt Ruhezeiten vor. Auch wenn du im Haushalt wohnst, ist nicht jede Stunde Arbeitszeit. Bereitschaft und aktive Arbeit mĂĽssen unterschieden werden.

Als EU-BĂĽrgerin brauchst du eine Aufenthaltsbewilligung. Mit einem Arbeitsvertrag ist das unkompliziert. Mehr Infos zum Auswandern in die Schweiz findest du in unserem Guide.

Vorteile der Privatbetreuung

Die Arbeit im Privathaushalt bietet einige besondere Vorteile gegenĂĽber der institutionellen Pflege:

  • Persönliche Beziehung: Du lernst einen Menschen wirklich kennen und siehst, wie deine Arbeit sein Leben verbessert
  • Selbstständiges Arbeiten: Kein hektischer Schichtplan, keine Stationshektik
  • Individuelle Gestaltung: Du planst den Tag gemeinsam mit deinem Klienten
  • Kostenersparnis bei Live-in: Miete und Verpflegung werden oft gestellt
  • Ruhigere Arbeitsumgebung: Weniger Stress als in ĂĽberfĂĽllten Spitälern
 

Bei Live-in-Modellen sparst du Miete und Lebenshaltungskosten. Was du verdienst, kannst du fast komplett zur Seite legen. Viele Betreuungskräfte nutzen das, um Geld anzusparen oder Familie im Heimatland zu unterstützen.

Herausforderungen und Nachteile

NatĂĽrlich gibt es auch Schattenseiten, die du kennen solltest.

Die Arbeit kann einsam sein. Du hast keine Kollegen zum Austausch, keine Teamgespräche, niemanden, der mal einspringt. Alles liegt auf deinen Schultern – das kann belastend sein, besonders in schwierigen Situationen.

Die Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben verschwimmen, besonders bei Live-in-Stellen. Du bist immer „da“, auch in Ruhepausen. Das erfordert die Fähigkeit, im fremden Haushalt abzuschalten und eigene Grenzen zu setzen.

Manche Familien haben unrealistische Erwartungen. Sie wünschen sich eine Rundum-Versorgung zum kleinen Preis. Achte auf faire Verträge und scheue dich nicht, Grenzen zu kommunizieren.

Ist Privatbetreuung das Richtige fĂĽr dich?

Diese Arbeitsform passt gut zu dir, wenn du gerne selbstständig arbeitest, persönliche Beziehungen schätzt und Flexibilität mitbringst. Wenn du Teamarbeit und klare Strukturen bevorzugst, ist vielleicht die Arbeit in einem Spital oder Pflegeheim besser geeignet.

Die verschiedenen Modelle bieten für unterschiedliche Lebenssituationen passende Optionen. Stundenweise Betreuung lässt sich mit Familie vereinbaren. Live-in-Modelle eignen sich für Menschen ohne Bindungen, die intensiv arbeiten und dann komplett frei haben möchten.

Falls Privatbetreuung nicht das Richtige ist, gibt es viele andere Pflege Jobs in der Schweiz. Bei HeySwiss beraten wir dich gerne zu allen Möglichkeiten.

Fazit: Ein wachsender Markt mit echten Chancen

Die Betreuung im Privathaushalt bietet attraktive Jobmöglichkeiten in der Schweiz. Die alternde Bevölkerung sorgt für steigenden Bedarf, und qualifizierte Betreuungskräfte sind gefragt. Ob stundenweise Unterstützung oder Live-in-Betreuung – die Modelle sind vielfältig.

Wichtig ist, dass du weißt, worauf du dich einlässt. Die Arbeit ist persönlich und erfüllend, aber auch fordernd. Mit der richtigen Einstellung und fairen Arbeitsbedingungen kann die Privatbetreuung eine wunderbare Alternative zur institutionellen Pflege sein.

Interesse an Stellenangeboten? Bei HeySwiss unterstützen wir dich bei der Jobsuche in der Schweiz. Buche ein kostenloses Kennenlerngespräch!

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Tara von HeySwiss

Hey, ich bin Tara! Hier findes du regelmäßig Infos zu deinem Job in der Schweiz! 🙂🇨🇭

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Häufige Fragen zum Thema

Brauche ich eine Ausbildung fĂĽr die Privatbetreuung?

Nicht unbedingt. Für einfache Betreuungsaufgaben reichen Erfahrung und persönliche Eignung. Mit Pflegeausbildung hast du bessere Chancen und höhere Gehälter.

Was verdiene ich in der Privatbetreuung?

Je nach Modell und Qualifikation zwischen 4.000 und 6.000 CHF monatlich. Bei Live-in-Stellen ist das Gehalt niedriger, aber Unterkunft und Verpflegung sind inklusive.

Was ist der Unterschied zur 24h-Pflege?

24h-Pflege ist eine Form der Privatbetreuung, bei der du im Haushalt wohnst. Es gibt aber auch stundenweise oder tageweise Modelle ohne Live-in.

Wie finde ich seriöse Stellenangebote?

Über Vermittlungsagenturen, spezialisierte Jobportale oder Plattformen für Privatbetreuung. Achte auf schriftliche Verträge und faire Bedingungen.

Kann ich Privatbetreuung mit Familie vereinbaren?

Bei stundenweiser oder tageweiser Betreuung ja. Live-in-Modelle bedeuten längere Abwesenheit und sind schwieriger mit Familie zu kombinieren.

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