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Arbeitest du in der Schweiz und hast noch keine Niederlassungsbewilligung C, zieht dein Arbeitgeber die Steuer direkt vom Lohn ab: die Quellensteuer. Wie hoch sie ist, hängt vom Kanton, deinem Lohn und deiner Familie ab. Hier findest du die Tarife erklärt, echte Sätze aus zwei Kantonen, die Regeln für Grenzgänger und wie du dir zu viel bezahlte Steuern zurückholst.
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Kostenloses Kennenlerngespräch sichernQuellensteuerpflichtig bist du, wenn du in der Schweiz wohnst, für einen Schweizer Arbeitgeber arbeitest und
Für die meisten Fachkräfte aus Deutschland heisst das: Mit Aufenthaltsbewilligung B zahlst du Quellensteuer. Wohnst du in Deutschland und pendelst als Grenzgänger, gilt ein eigener, tiefer Satz (siehe unten). Die Quellensteuer endet, sobald du die Niederlassung C oder den Schweizer Pass bekommst oder eine Person mit C oder Schweizer Pass heiratest.
Auf deiner Lohnabrechnung steht ein Code wie A0N. Der Buchstabe steht für deine Situation, die Zahl für die Kinder, der letzte Buchstabe für die Kirchensteuer:
| Code | Bedeutung |
|---|---|
| A | alleinstehend |
| B | verheiratet, Alleinverdiener |
| C | verheiratet, beide verdienen |
| H | alleinerziehend |
| L, M, N, P | Grenzgänger aus Deutschland (4,5 %) |
| Zahl 0 bis 6 | Anzahl Kinder |
| N oder Y | ohne oder mit Kirchensteuer |
Prüf den Code auf deiner ersten Lohnabrechnung. Stimmt er nicht, etwa weil ein Kind fehlt, meldest du das deinem Arbeitgeber.
Die Kantone haben eigene Tarife. Hier die Sätze für Tarif A0N (ledig, keine Kinder, ohne Kirchensteuer) in zwei Kantonen, in Prozent des Bruttolohns:
| Bruttolohn im Monat | Aargau | Solothurn |
|---|---|---|
| 5.000 CHF | 6,1 % | 9,97 % |
| 6.000 CHF | 7,7 % | 11,85 % |
| 6.600 CHF | 8,6 % | 12,73 % |
| 7.400 CHF | 9,6 % | 13,75 % |
| 8.700 CHF | 11,1 % | 15,22 % |
Bei 7.400 CHF sind das im Aargau rund 710 CHF im Monat, in Solothurn 1.014 CHF. Verheiratete Alleinverdiener (B0N) zahlen im Aargau bei 7.400 CHF 5,1 %. Was in deinem Beruf üblich ist, zeigt der Ratgeber Durchschnittsgehalt Schweiz. Deinen ganzen Nettolohn rechnest du mit dem Brutto-Netto-Rechner Schweiz aus.
Der Kanton macht einen grossen Unterschied. Vergleiche vor einem Umzug die Quellensteuertarife der Kantone, die für dich infrage kommen. Jedes kantonale Steueramt veröffentlicht seine Tarife online.
Wohnst du in Deutschland und kehrst regelmässig nach Hause zurück, bist du Grenzgänger. Dann zieht dein Arbeitgeber einen Einheitssatz von höchstens 4,5 % vom Bruttolohn ab. Dein Einkommen versteuerst du in Deutschland, die Schweizer Quellensteuer wird dort angerechnet.
Wichtig ist die 60-Tage-Regel: Bleibst du an mehr als 60 Arbeitstagen im Jahr beruflich bedingt über Nacht in der Schweiz, giltst du nicht mehr als Grenzgänger. Mehr dazu im Beitrag In der Schweiz arbeiten, in Deutschland wohnen.
Mit der Quellensteuer ist deine Steuer grundsätzlich erledigt. In zwei Fällen gibt es trotzdem eine normale Steuererklärung, die sogenannte nachträgliche ordentliche Veranlagung (NOV):
Die freiwillige NOV lohnt sich, wenn du hohe Abzüge hast, zum Beispiel Einzahlungen in die Säule 3a (2026 bis 7.258 CHF mit Pensionskasse), Einkäufe in die Pensionskasse oder hohe Berufskosten. Aber Achtung: Hast du sie einmal beantragt, bekommst du auch in den Folgejahren eine Steuererklärung, solange du quellensteuerpflichtig bist.
Wohnst du im Ausland, kannst du eine Veranlagung nur beantragen, wenn mindestens 90 % deiner weltweiten Familieneinkünfte in der Schweiz versteuert werden.
Eine Steuer, die der Arbeitgeber direkt vom Lohn abzieht und ans Steueramt überweist. Sie gilt für ausländische Arbeitnehmende ohne Niederlassung C und für Grenzgänger.
Das hängt vom Kanton und deinem Tarif ab. Bei 7.400 CHF im Monat, ledig und ohne Kinder und Kirche, sind es 2026 zum Beispiel 9,6 % im Aargau und 13,75 % in Solothurn.
Ja, aber höchstens 4,5 % des Bruttolohns. Das Einkommen wird in Deutschland versteuert, die Schweizer Quellensteuer wird angerechnet.
Über eine nachträgliche ordentliche Veranlagung. Die beantragst du bis zum 31. März des Folgejahres und kannst dann Abzüge wie Säule 3a oder Berufskosten geltend machen.
Bis du die Niederlassungsbewilligung C oder den Schweizer Pass bekommst oder eine Person heiratest, die eins von beiden hat. Danach füllst du jedes Jahr eine normale Steuererklärung aus.
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Kostenloses Kennenlerngespräch sichernQuellen: Kanton Zürich: Quellensteuerpflichtige Personen, Kanton Aargau: Quellensteuer-Monatstarif 2026 ohne Kirchensteuer, Kanton Solothurn: Tarif A 2026, Kanton Bern: Quellensteuertabelle 2026, Kanton Thurgau: Grenzgänger mit Wohnsitz in Deutschland, Raiffeisen: Kennzahlen 2026 (Säule 3a)
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