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Du möchtest die Höhere Fachschule Pflege (HF) in der Schweiz absolvieren und stehst vor dem Eignungstest? Keine Sorge – mit der richtigen Vorbereitung ist diese Hürde gut zu meistern. Der Eignungstest soll herausfinden, ob du für den anspruchsvollen Pflegeberuf geeignet bist. Mit den richtigen Übungen und einer guten Strategie gehst du selbstbewusst in die Prüfung.
In diesem Artikel erfährst du, was dich beim Eignungstest erwartet, wie du dich optimal vorbereitest und welche Übungen dir helfen. Egal ob du direkt aus der Schule kommst oder als Quereinsteiger die Pflegeausbildung beginnen willst – hier findest du die wichtigsten Tipps.
Der Eignungstest für die HF Pflege ist kein reiner Wissenstest. Er prüft verschiedene Fähigkeiten, die für den Pflegeberuf wichtig sind. Je nach Schule kann der genaue Aufbau variieren, aber bestimmte Bereiche kommen fast überall vor.
Die wichtigsten Testbereiche sind:
Manche Schulen testen auch räumliches Vorstellungsvermögen oder naturwissenschaftliche Grundkenntnisse. Informiere dich vorab bei deiner Wunschschule, welche Bereiche genau geprüft werden.
Der Deutschteil ist für viele der umfangreichste Bereich. Hier geht es um sicheren Umgang mit der Sprache – schließlich musst du im Pflegealltag Dokumentationen schreiben und klar kommunizieren.
Textverständnis üben: Lies regelmäßig anspruchsvolle Texte – Zeitungsartikel, Fachtexte, Sachbücher. Beantworte dir selbst Fragen zum Inhalt: Was ist die Hauptaussage? Welche Argumente werden genannt? Was ist zwischen den Zeilen gemeint?
Grammatik auffrischen: Wiederhole die wichtigsten Grammatikregeln. Satzbau, Kommasetzung, Konjunktiv – das kommt häufig vor. Online-Übungen oder Grammatikbücher helfen beim Wiederholen.
Rechtschreibung trainieren: Schreib Diktate oder lass dir Texte vorlesen und schreibe mit. Achte besonders auf typische Stolperfallen wie Groß- und Kleinschreibung, Getrennt- und Zusammenschreibung.
Aufsätze schreiben: Manche Tests verlangen einen kurzen Text zu einem vorgegebenen Thema. Übe, strukturiert und verständlich zu schreiben. Eine klare Gliederung mit Einleitung, Hauptteil und Schluss ist wichtig.
Keine Angst vor Mathe – im Eignungstest geht es um Grundlagen, nicht um höhere Mathematik. Diese Fähigkeiten brauchst du später auch im Beruf, etwa beim Berechnen von Medikamentendosierungen.
Folgende Mathethemen solltest du beherrschen:
Praktische Übung: Stell dir Aufgaben aus dem Pflegealltag. Ein Patient soll 0,5 mg pro Kilogramm Körpergewicht erhalten, er wiegt 70 kg. Wie viel ist das? Aus einer 500-ml-Infusion sollen pro Stunde 125 ml laufen. Wie lange dauert die Infusion? Solche Aufgaben kommen im Test und später im Beruf vor.
Der Logikteil zeigt, wie gut du Zusammenhänge erkennst und systematisch denkst. Das ist wichtig, weil du im Pflegealltag oft schnell Situationen einschätzen und Entscheidungen treffen musst.
Zahlenreihen: Finde das Muster und setze die Reihe fort. Beispiel: 2, 4, 8, 16, ? (Antwort: 32 – jede Zahl wird verdoppelt). Übe verschiedene Muster: Addition, Multiplikation, Kombinationen, wechselnde Operationen.
Figurenreihen: Ähnlich wie Zahlenreihen, aber mit Formen. Welche Figur kommt als nächstes? Achte auf Drehungen, Spiegelungen, Farbwechsel oder Formveränderungen.
Schlussfolgerungen: Wenn A größer ist als B und B größer ist als C, ist dann A größer als C? Solche logischen Schlüsse musst du schnell und sicher ziehen können.
Analogien: Arzt verhält sich zu Patient wie Lehrer zu …? (Schüler). Diese Aufgaben testen, ob du Beziehungen zwischen Begriffen erkennst.
Konzentrationstests prüfen, ob du auch unter Zeitdruck aufmerksam bleibst. Im Pflegealltag musst du oft viele Dinge gleichzeitig im Blick haben – da ist Konzentration überlebenswichtig.
d2-Test üben: Dieser klassische Konzentrationstest zeigt Buchstaben mit Strichen. Du musst alle „d“ mit genau zwei Strichen markieren – möglichst schnell und fehlerfrei. Online findest du Übungsversionen.
Merkaufgaben: Schau dir eine Liste von Wörtern oder Zahlen an, deck sie ab und versuche, sie zu wiederholen. Steigere die Schwierigkeit langsam.
Durchstreichübungen: Durchstreiche in einem Text alle „e“ oder alle Zahlen, die durch 3 teilbar sind. Solche Übungen trainieren selektive Aufmerksamkeit.
Tipp: Konzentration lässt sich trainieren wie ein Muskel. Regelmäßige kurze Übungseinheiten bringen mehr als einmaliges langes Pauken.
Neben dem schriftlichen Test führen die meisten Schulen ein persönliches Gespräch oder Assessment durch. Hier geht es um deine Motivation, Persönlichkeit und soziale Kompetenz.
Auf diese Fragen solltest du vorbereitet sein:
Sei authentisch, aber vorbereitet. Überleg dir konkrete Beispiele aus deinem Leben, die deine Eignung zeigen. Hast du dich um kranke Angehörige gekümmert? Ehrenamtlich gearbeitet? Praktika gemacht? Solche Erfahrungen sind Gold wert.
Der Eignungstest steht oft unter Zeitdruck. Gutes Zeitmanagement kann den Unterschied machen.
Lies zuerst die Anweisungen genau. Viele Fehler passieren, weil die Aufgabenstellung missverstanden wird. Die paar Sekunden für gründliches Lesen sind gut investiert.
Behalte die Zeit im Blick, aber verfalle nicht in Panik. Wenn du bei einer Aufgabe nicht weiterkommst, geh zur nächsten und komm später zurück. Es ist besser, viele Aufgaben teilweise zu lösen als wenige perfekt.
Bei Multiple-Choice-Fragen: Rate lieber, als gar nichts anzukreuzen. Oft gibt es keine Minuspunkte für falsche Antworten. Aber rate klug – schließe offensichtlich falsche Antworten aus.
Eine gute Vorbereitung beginnt nicht am Abend vorher. Plan mehrere Wochen ein, um entspannt zu üben.
So sieht ein guter Vorbereitungsplan aus:
Was du am Abend vor dem Test nicht mehr kannst, lernst du nicht mehr in einer Nacht. Vertraue auf deine Vorbereitung und geh ausgeruht in die Prüfung.
Der große Tag ist da. Mit der richtigen Einstellung gehst du entspannt hinein.
Steh rechtzeitig auf und frühstücke vernünftig. Dein Gehirn braucht Energie. Kaffee ist okay, aber übertreib es nicht – Nervosität plus Koffein ist keine gute Kombination.
Nimm alles mit, was du brauchst: Einladung, Ausweis, Stifte, eventuell Taschenrechner (falls erlaubt), Wasser und ein Snack für die Pause.
Sei pünktlich – lieber 15 Minuten zu früh als in Hetze. Wenn du gehetzt ankommst, startest du mit Stress in den Test.
Während des Tests: Atme ruhig. Wenn du merkst, dass du nervös wirst, mach kurz die Augen zu und atme dreimal tief durch. Das hilft wirklich.
Der Eignungstest für die HF Pflege ist anspruchsvoll, aber mit guter Vorbereitung absolut machbar. Die Schulen wollen nicht herausfinden, ob du ein Genie bist – sie wollen sehen, ob du die Grundlagen mitbringst und motiviert bist.
Nutze die Zeit vor dem Test für regelmäßiges Üben. Arbeite an deinen Schwächen, aber vergiss deine Stärken nicht. Und denk daran: Der Test ist nur ein Teil des Auswahlverfahrens. Deine Persönlichkeit und Motivation zählen genauso.
Viel Erfolg bei deinem Eignungstest – du schaffst das! Und wenn du Fragen zum Pflegeberuf in der Schweiz hast, beraten wir dich bei HeySwiss gerne. Buche ein kostenloses Kennenlerngespräch!
Hey, ich bin Tara! Hier findes du regelmäßig Infos zu deinem Job in der Schweiz! 🙂🇨🇭
Der Test ist anspruchsvoll, aber fair. Mit guter Vorbereitung bestehen die meisten Kandidaten. Die Schulen wollen geeignete Bewerber finden, nicht aussortieren.
Ja, bei den meisten Schulen ist eine Wiederholung möglich – meist nach einer Wartezeit von sechs bis zwölf Monaten.
Es gibt spezielle Vorbereitungsbücher für Eignungstests im Gesundheitswesen. Auch allgemeine Einstellungstest-Bücher und Online-Übungen helfen.
Je nach Schule zwei bis vier Stunden für den schriftlichen Teil. Das Gespräch dauert zusätzlich etwa 20 bis 30 Minuten.
Nein, fachliches Pflegewissen wird nicht vorausgesetzt. Der Test prüft Grundfähigkeiten und Eignung, nicht Fachwissen.
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