Kündigungsfrist in der Schweiz: 7 Tage in der Probezeit, danach...
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In der Schweiz regeln zwei Gesetze deine Rechte im Job: Das Obligationenrecht (OR) regelt den Arbeitsvertrag, also Lohn, Ferien, Kündigung und Krankheit. Das Arbeitsgesetz (ArG) schützt deine Gesundheit mit Regeln zu Arbeitszeit, Pausen und Nachtarbeit. Hier findest du die wichtigsten Rechte für Pflegekräfte im Überblick.
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Kostenloses Kennenlerngespräch sichernDas Obligationenrecht gilt für jeden privatrechtlichen Arbeitsvertrag. Es regelt Lohn, Ferien, Kündigung, Lohnfortzahlung und Arbeitszeugnis. Das Arbeitsgesetz regelt den Gesundheitsschutz: Höchstarbeitszeit, Pausen, Ruhezeit, Nacht- und Sonntagsarbeit. Für Spitäler und Kliniken gibt es dort Sonderregeln. Ein Gesamtarbeitsvertrag (GAV) oder dein Vertrag kann dir mehr geben, aber nicht weniger als das Gesetz. Bei öffentlich-rechtlichen Arbeitgebern gilt teilweise das kantonale Personalrecht.
Alle Regeln zu Arbeitszeit, Pausen und Nachtdiensten findest du im Beitrag zum Arbeitsgesetz in der Pflege.
| Zeitpunkt | Gesetzliche Kündigungsfrist |
|---|---|
| Probezeit (1. Monat, verlängerbar bis 3 Monate) | 7 Tage |
| 1. Dienstjahr | 1 Monat auf Monatsende |
| 2. bis 9. Dienstjahr | 2 Monate auf Monatsende |
| ab 10. Dienstjahr | 3 Monate auf Monatsende |
Die Fristen können schriftlich geändert werden, dürfen aber nicht unter einen Monat sinken. Ausnahme: Ein GAV kann im ersten Dienstjahr eine kürzere Frist vorsehen. Für beide Seiten muss die Frist gleich lang sein. Alles zur Probezeit steht im Beitrag Probezeit Schweiz.
Nach der Probezeit darf dir der Arbeitgeber in bestimmten Zeiten nicht kündigen (Sperrfristen):
Lohn und Lohnbestandteile stehen im Vertrag oder GAV. Einen 13. Monatslohn gibt es nur, wenn er vereinbart ist. Prüf deshalb, ob dein Jahreslohn in 12 oder 13 Raten bezahlt wird. Leistest du Überstunden, also mehr als vertraglich vereinbart, bekommst du 25 % Zuschlag. Mit Freizeit gleicher Dauer ausgleichen darf der Arbeitgeber sie nur, wenn du einverstanden bist. Der Vertrag kann schriftlich etwas anderes vorsehen.
Du hast Anspruch auf mindestens 4 Wochen Ferien pro Jahr, bis zum vollendeten 20. Altersjahr auf 5 Wochen. Spitäler mit GAV geben oft mehr, je nach Alter bis über 30 Tage. Während des Arbeitsverhältnisses dürfen Ferien nicht ausbezahlt werden. Alle Details stehen im Beitrag zum Ferienanspruch in der Schweiz.
Bist du ohne eigenes Verschulden krank, muss der Arbeitgeber den Lohn weiterzahlen: im ersten Dienstjahr mindestens 3 Wochen, danach für eine angemessen längere Zeit. Wie lange genau, richtet sich nach kantonalen Skalen. Viele Arbeitgeber haben stattdessen eine Krankentaggeldversicherung, die über eine längere Zeit einen Teil des Lohns zahlt. Schau in deinem Vertrag nach, was gilt.
Du kannst jederzeit ein Arbeitszeugnis verlangen, nicht erst beim Austritt. Es muss sich über Art und Dauer der Arbeit sowie über Leistung und Verhalten äussern. Auf deinen Wunsch hin bekommst du eine Arbeitsbestätigung, die nur Art und Dauer nennt.
Lies vor der Unterschrift deinen Vertrag und, falls vorhanden, den GAV. Dort stehen die Regeln, die über das Gesetz hinausgehen: Zuschläge, Ferien, Lohnfortzahlung und Weiterbildung.
Alle Fristen nach OR mit Rechenbeispiel findest du im Beitrag Kündigungsfrist Schweiz.
Laut Gesetz 7 Tage in der Probezeit, danach 1 Monat im ersten Dienstjahr, 2 Monate im 2. bis 9. und 3 Monate ab dem 10. Dienstjahr, jeweils auf Monatsende. Vertrag oder GAV können andere Fristen vorsehen.
Wenn sie notwendig und dir zumutbar sind, ja. Dafür gibt es 25 % Zuschlag oder, wenn du einverstanden bist, Freizeit gleicher Dauer. Der Vertrag kann schriftlich etwas anderes regeln.
Im ersten Dienstjahr mindestens 3 Wochen, danach länger. Viele Arbeitgeber haben eine Krankentaggeldversicherung, die länger einen Teil des Lohns zahlt.
Nur wenn er im Vertrag oder GAV vereinbart ist. Prüf, ob dein Jahreslohn in 12 oder 13 Raten bezahlt wird.
Nach der Probezeit gilt eine Sperrfrist: 30 Tage im ersten Dienstjahr, 90 Tage im 2. bis 5. und 180 Tage ab dem 6. Dienstjahr. Eine Kündigung in dieser Zeit ist nichtig.
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Kostenloses Kennenlerngespräch sichernQuellen: Obligationenrecht (Art. 321c, 324a, 329a, 330a, 335b, 335c, 336c OR), Arbeitsgesetz (ArG), SECO: Arbeitsgesetz in Krankenanstalten und Kliniken, Kanton Basel-Stadt: Ferien
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