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Die Schweiz bietet Pflegekräften nicht nur höhere Gehälter, sondern auch hervorragende Weiterbildungsmöglichkeiten. Ob Spezialisierung, Führungsposition oder akademischer Abschluss – die Karriereleiter hat viele Sprossen. Und das Beste: Viele Arbeitgeber unterstützen dich dabei finanziell und mit Freistellungen.
In diesem Artikel zeige ich dir, welche Weiterbildungsmöglichkeiten es in der Schweiz gibt, was sie kosten und wie sie dein Gehalt steigern können. Denn Stillstand ist Rückschritt – und in der Schweiz hast du alle Möglichkeiten, dich weiterzuentwickeln. Wenn du noch überlegst, in die Schweiz zu wechseln, findest du hier alle Infos zum Arbeiten in der Schweiz.
Die Schweiz investiert stark in die Bildung ihrer Fachkräfte. Das gilt besonders für den Gesundheitsbereich, wo der Fachkräftemangel enorm ist. Arbeitgeber wissen: Gut ausgebildete Mitarbeiter bleiben länger und leisten bessere Arbeit.
Für dich bedeutet das konkrete Vorteile. Viele Spitäler und Pflegeeinrichtungen übernehmen einen Teil oder sogar die gesamten Weiterbildungskosten. Dazu gibt es oft bezahlte Freistellungen für Unterricht und Prüfungen. Manche Arbeitgeber binden dich dafür vertraglich für eine gewisse Zeit – aber das ist fair, schließlich investieren sie in dich.
Die Schweizer Abschlüsse sind international anerkannt und öffnen Türen. Egal ob du in der Schweiz bleibst oder später woanders arbeitest – eine Schweizer Weiterbildung ist ein Qualitätsmerkmal auf deinem Lebenslauf.
Die beliebteste Form der Weiterbildung sind fachliche Spezialisierungen. Du vertiefst dein Wissen in einem bestimmten Bereich und wirst zur gefragten Expertin.
Die wichtigsten Spezialisierungen in der Pflege sind:
Diese Spezialisierungen dauern typischerweise ein bis zwei Jahre und kombinieren Theorie mit Praxiseinsätzen. Die Kosten liegen bei 5.000 bis 15.000 CHF – werden aber oft vom Arbeitgeber übernommen. Nach Abschluss steigt dein Gehalt um etwa 10 bis 20 Prozent.
Eine der beliebtesten Weiterbildungen ist die Weiterbildung zur Stationsleitung. Du lernst Führungskompetenzen, Personalmanagement und Organisation – und qualifizierst dich für leitende Positionen.
Die Weiterbildung dauert etwa ein bis eineinhalb Jahre und kann berufsbegleitend absolviert werden. Inhalte sind unter anderem Mitarbeiterführung, Kommunikation, Qualitätsmanagement, Arbeitsrecht und Budgetierung. Du lernst, ein Team zu leiten und den Stationsalltag zu organisieren.
Das Gehalt als Stationsleitung liegt deutlich über dem einer regulären Pflegefachperson. Je nach Einrichtung und Verantwortungsbereich sind 7.500 bis 9.500 CHF monatlich realistisch. Das ist ein Plus von 20 bis 35 Prozent gegenüber einer Stelle ohne Leitungsfunktion.
Wer höher hinaus will, kann Pflege studieren. Die Schweiz bietet verschiedene Studiengänge auf Bachelor- und Masterniveau.
Der Bachelor of Science in Pflege dauert drei bis vier Jahre und qualifiziert für anspruchsvolle Fachpositionen, Projektleitung und erste Führungsaufgaben. Mit einem Bachelor in Pflege verdienst du typischerweise 7.000 bis 8.500 CHF.
Der Master of Science in Pflege öffnet Türen zu höheren Führungspositionen, Forschung und Lehre. Auch Positionen im Qualitätsmanagement oder in der Pflegeentwicklung werden oft mit Masterabsolventen besetzt.
Für alle, die Beruf und Studium verbinden wollen, gibt es Fernstudiengänge in der Pflege. Diese sind flexibel gestaltet und ermöglichen das Studieren neben dem Job.
Die Kosten für Weiterbildungen variieren stark. Kurze Fachkurse kosten einige Hundert Franken, umfangreiche Spezialisierungen oder Studiengänge mehrere Tausend.
Ein Überblick über typische Kosten:
Die gute Nachricht: Du musst das selten alleine zahlen. Viele Arbeitgeber übernehmen 50 bis 100 Prozent der Kosten, wenn die Weiterbildung für deine Arbeit relevant ist. Dafür verpflichtest du dich oft, nach Abschluss noch ein bis drei Jahre im Betrieb zu bleiben.
Zusätzlich gibt es kantonale Förderprogramme und Stipendien. Auch die Säule 3a (Altersvorsorge) kann unter bestimmten Umständen für Weiterbildung genutzt werden. Es lohnt sich, alle Optionen zu prüfen.
Die meisten Weiterbildungen in der Schweiz können berufsbegleitend absolviert werden. Das hat Vor- und Nachteile.
Berufsbegleitend bedeutet, dass du weiter arbeitest – meist in reduziertem Pensum von 60 bis 80 Prozent. Der Unterricht findet abends, an Wochenenden oder in Blockwochen statt. Du verdienst weiter Geld, aber die Doppelbelastung ist nicht zu unterschätzen.
Vollzeit-Weiterbildungen sind intensiver und kürzer. Du kannst dich voll auf das Lernen konzentrieren, hast aber kein oder weniger Einkommen. Manche Arbeitgeber bieten bezahlte Bildungsurlaube oder Stipendien für diese Zeit.
Was besser passt, hängt von deiner Situation ab. Mit Familie und finanziellen Verpflichtungen ist berufsbegleitend oft die einzige Option. Wer flexibel ist, profitiert von der Intensität einer Vollzeit-Weiterbildung.
Bevor du eine Weiterbildung startest, solltest du mit deinem Arbeitgeber sprechen. Die meisten unterstützen Weiterbildung, haben aber auch Erwartungen.
Typische Bedingungen bei Arbeitgeber-Finanzierung:
Das ist fair – schließlich investiert der Arbeitgeber in dich. Kläre vorher auch, welche Perspektiven sich nach der Weiterbildung bieten. Eine Intensivpflege-Spezialisierung bringt wenig, wenn du danach auf einer anderen Station arbeiten sollst.
Die richtige Weiterbildung kann deine Karriere beschleunigen. Hier einige Beispiele, wie sich Weiterbildung auf Gehalt und Position auswirken kann.
Von der Pflegefachperson zur Fachexpertin Intensivpflege: Gehaltssprung von etwa 6.500 CHF auf 7.500 bis 8.000 CHF. Von der Pflegefachperson zur Stationsleitung: Gehaltssprung auf 8.000 bis 9.500 CHF plus Führungsverantwortung. Mit Bachelor-Abschluss in eine Stabsstelle: Gehalt 7.500 bis 9.000 CHF, oft mit geregelteren Arbeitszeiten.
Weiterbildung lohnt sich also nicht nur ideell, sondern auch finanziell. Die Investition zahlt sich meist innerhalb weniger Jahre zurück.
Wenn du bereits Weiterbildungen in Deutschland gemacht hast, werden diese in der Schweiz oft anerkannt. Der Prozess ähnelt der Anerkennung des Pflege-Diploms.
Deutsche Fachweiterbildungen in Intensivpflege, Anästhesie oder Psychiatrie werden meist direkt anerkannt. Bei anderen Weiterbildungen wird individuell geprüft. Manchmal sind Anpassungslehrgänge nötig, oft aber nicht.
Es lohnt sich, vorhandene Qualifikationen anzugeben und anerkennen zu lassen. Sie verbessern deine Jobchancen und rechtfertigen ein höheres Einstiegsgehalt. Bei HeySwiss unterstützen wir dich auch bei der Anerkennung von Weiterbildungen.
Zum Abschluss einige praktische Tipps für deine Weiterbildung in der Schweiz:
Welche Weiterbildung passt zu dir? Eine Spezialisierung, die gefragt ist, bringt bessere Karrierechancen als eine, die kaum jemand braucht. Beobachte den Arbeitsmarkt und frag erfahrene Kollegen nach ihren Empfehlungen.
Die Schweiz bietet Pflegekräften hervorragende Weiterbildungsmöglichkeiten. Von Fachspezialisierungen über Führungsqualifikationen bis zu akademischen Abschlüssen – die Optionen sind vielfältig. Und das Beste: Viele Arbeitgeber unterstützen dich finanziell und mit Freizeit.
Weiterbildung ist eine Investition in deine Zukunft. Sie steigert dein Gehalt, erweitert deine Möglichkeiten und macht dich auf dem Arbeitsmarkt noch gefragter. In einem Beruf, der so wichtig ist wie die Pflege, solltest du diese Chancen nutzen.
Interesse an einer Karriere in der Schweiz? Bei HeySwiss beraten wir dich gerne – auch zu Weiterbildungsmöglichkeiten bei verschiedenen Arbeitgebern. Buche ein kostenloses Kennenlerngespräch!
Hey, ich bin Tara! Hier findes du regelmäßig Infos zu deinem Job in der Schweiz! 🙂🇨🇭
Viele Arbeitgeber übernehmen 50 bis 100 Prozent der Kosten. Im Gegenzug verpflichtest du dich oft, nach Abschluss noch eine gewisse Zeit zu bleiben.
Von wenigen Tagen (Fachkurse) bis zu mehreren Jahren (Studium). Spezialisierungen dauern typischerweise ein bis zwei Jahre.
Ja, die meisten Weiterbildungen sind berufsbegleitend möglich. Du arbeitest dann meist in reduziertem Pensum.
Ja, deutlich. Spezialisierungen bringen 10 bis 20 Prozent mehr, Leitungsfunktionen bis zu 35 Prozent.
Meist ja, besonders Fachweiterbildungen in Intensivpflege, Anästhesie oder Psychiatrie. Lass vorhandene Qualifikationen anerkennen.
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