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Ziehst du mit Kindern in die Schweiz, ist die Schule eine der ersten Fragen. Das Schweizer Schulsystem unterscheidet sich deutlich vom deutschen: Kinder starten mit vier Jahren im Kindergarten, die Schulpflicht dauert elf Jahre, und rund zwei Drittel der Jugendlichen machen danach eine Berufslehre. Hier erfährst du, wie das System aufgebaut ist, wann dein Kind eingeschult wird, was die Schule kostet und wie der Wechsel aus Deutschland klappt.
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Kostenloses Kennenlerngespräch sichern| Stufe | Dauer | Alter (ungefähr) | Vergleich Deutschland |
|---|---|---|---|
| Kindergarten (Teil der Primarstufe) | 2 Jahre | 4 bis 6 | letzte Kita-Jahre, in der Schweiz aber Schule |
| Primarschule | 6 Jahre | 6 bis 12 | Grundschule plus erste Jahre der weiterführenden Schule |
| Sekundarstufe I | 3 Jahre | 12 bis 15 | Klassen 7 bis 9 |
| Sekundarstufe II | 2 bis 4 Jahre | ab 15 | Berufsausbildung oder gymnasiale Oberstufe |
Die Kantone sind für die Schule zuständig. Sie legen Lehrpläne und Stundentafeln fest, die Gemeinden organisieren den Schulbetrieb. In der Deutschschweiz gilt der Lehrplan 21, in der Westschweiz der Plan d’études romand und im Tessin der Piano di studio. Dadurch unterscheiden sich Details von Kanton zu Kanton, etwa bei Fremdsprachen oder Blockzeiten.
Laut EDK treten Kinder meist mit vier oder fünf Jahren in die Primarstufe ein. Der Stichtag ist in den meisten Kantonen der 31. Juli, das Schuljahr beginnt im Spätsommer. Eltern können einen früheren oder späteren Eintritt beantragen. In einigen Deutschschweizer Kantonen ist der Kindergarten nicht oder nur ein Jahr obligatorisch, die meisten Kinder besuchen ihn trotzdem zwei Jahre. Manche Gemeinden führen eine Grund- oder Basisstufe, in der Kinder von vier bis acht Jahren gemeinsam lernen.
Melde dein Kind bei der Schulverwaltung deiner neuen Gemeinde an, sobald du die Wohnung hast. Die Gemeinde teilt dein Kind dem Schulhaus in deinem Quartier zu. Frag dort auch nach Tagesstrukturen wie Mittagstisch und Hort. Das ist für berufstätige Eltern wichtig.
Nach elf Jahren Schule wählen laut SBFI rund zwei Drittel der Jugendlichen eine berufliche Grundbildung. Zur Auswahl stehen rund 250 Berufe. Die Lehre kombiniert Arbeit im Betrieb mit Berufsschule und dauert je nach Beruf zwei bis vier Jahre. Mit der Berufsmaturität ist danach der Weg an eine Fachhochschule offen. Das restliche Drittel besucht ein Gymnasium oder eine Fachmittelschule.
In der Schweiz hat die Lehre einen hohen Stellenwert und ist kein zweiter Weg. Nach der Lehre stehen Weiterbildungen der höheren Berufsbildung offen, etwa die Berufsprüfung oder die höhere Fachprüfung.
Weitere Infos zum Start findest du in den Beiträgen Leben in der Schweiz, Wohnung mieten und Auswandern in die Schweiz.
Kita-Kosten, Zulagen und Elternurlaub findest du im Beitrag Mit Familie in die Schweiz.
Elf Jahre: acht Jahre Primarstufe inklusive zwei Jahre Kindergarten und drei Jahre Sekundarstufe I.
Meist mit vier oder fünf Jahren in den Kindergarten, der zur Primarstufe gehört. Stichtag ist in den meisten Kantonen der 31. Juli.
Ja, die öffentliche obligatorische Schule ist für alle Kinder unentgeltlich. Betreuung wie Mittagstisch oder Hort kostet meist extra.
Rund zwei Drittel der Jugendlichen wählen nach der obligatorischen Schule eine berufliche Grundbildung. Zur Wahl stehen rund 250 Berufe.
Mindestens 215 CHF pro Monat für Kinder bis 16 Jahre und mindestens 268 CHF Ausbildungszulage, längstens bis 25 Jahre. Manche Kantone zahlen mehr.
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Kostenloses Kennenlerngespräch sichernQuellen: EDK: Obligatorische Schule, EDK: Primarstufe, SBFI: Berufsbildung in der Schweiz 2025, Eurydice: Sekundarbildung Schweiz, BSV: Zulagen für Familien. Stand: Oktober 2026.
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