Fachmann Betriebsunterhalt Lohn 2026: auch Hauswart Lohn Schweiz

BETRIEBSUNTERHALT & HAUSWART LOHN: Lohn 2026

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Der Fachmann Betriebsunterhalt Lohn liegt in der Schweiz meist zwischen CHF 52’660 und 67’328 im Jahr. Das sind rund CHF 4’050 bis 5’180 im Monat bei 13 Monatslöhnen (laut Lohncheck, Stand 2026). Hauswarte liegen bei rund CHF 4’500 bis 6’000 im Monat. Einen allgemeinverbindlichen GAV für die Hauswartung gibt es nicht. Hier erfährst du, was mehr Lohn bringt, wie du Hauswart mit eidg. Fachausweis wirst und was für Hausmeister aus Deutschland gilt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Fachmann Betriebsunterhalt EFZ: mittlere Lohnspanne laut Lohncheck CHF 52’660 bis 67’328 im Jahr, also rund CHF 4’050 bis 5’180 pro Monat.
  • Hauswart: CHF 58’536 bis 77’958 im Jahr, rund CHF 4’500 bis 6’000 pro Monat (13 Monatslöhne).
  • Es gibt keinen allgemeinverbindlichen GAV für die Hauswartung. Es gelten Arbeitsvertrag, Gesetz und, wo vorhanden, kantonale Mindestlöhne.
  • Mit der Berufsprüfung Hauswart/in mit eidg. Fachausweis steigst du auf. Dafür brauchst du ein EFZ und mindestens 2 Jahre Praxis als Hauswart.
  • Hauswart ist kein reglementierter Beruf. Als Hausmeister aus Deutschland kannst du ohne Anerkennung arbeiten.

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Gibt es einen GAV oder Mindestlohn für Hauswarte?

Für die Hauswartung gibt es keinen Gesamtarbeitsvertrag (GAV), den der Bund für allgemeinverbindlich erklärt hat. Das zeigt die Liste des SECO (Stand Oktober 2026). Deinen Lohn bestimmt also der Arbeitsvertrag. Viele Fachleute Betriebsunterhalt arbeiten bei öffentlichen Verwaltungen, in Schulen, Heimen, Sportanlagen oder Werkhöfen.

In einigen Kantonen gibt es einen gesetzlichen Mindestlohn. Ohne allgemeinverbindlichen GAV darf dein Lohn dort nicht tiefer liegen:

KantonGesetzlicher Mindestlohn 2026
GenfCHF 24.59 pro Stunde
Basel-StadtCHF 22.20 pro Stunde (ab 2027: CHF 22.50)

Auch Neuenburg, Jura, Tessin und die Stadt Luzern haben Mindestlöhne. Alle Werte findest du im Ratgeber Mindestlohn in der Schweiz.

Was verdienen Fachleute Betriebsunterhalt und Hauswarte in der Praxis?

Wie hoch der Hauswart Lohn und der Lohn als Fachmann Betriebsunterhalt sind, zeigt die Lohndatenbank von Lohncheck (Stand 2026, Vollzeit, 13 Monatslöhne):

BerufMittlere Lohnspanne pro JahrDas sind ungefähr pro Monat
Fachmann/Fachfrau BetriebsunterhaltCHF 52’660 bis 67’328CHF 4’050 bis 5’180
HauswartCHF 58’536 bis 77’958CHF 4’500 bis 6’000

Die Monatswerte sind durch 13 geteilt und gerundet. Die „mittlere Spanne“ zeigt, wo die meisten Löhne liegen. Einzelne Stellen können darunter oder darüber liegen. Hauswarte liegen am oberen Ende rund CHF 10’600 im Jahr höher als Fachleute Betriebsunterhalt.

Diese Punkte bringen dir mehr Lohn:

  • Berufsprüfung: Mit dem Abschluss Hauswart/in mit eidg. Fachausweis bewirbst du dich mit einem eidgenössischen Titel auf Hauswartstellen. Der Lehrgang dauert rund zwei Jahre berufsbegleitend. Ein Anbieter im Kanton Basel-Landschaft verlangt dafür CHF 8’700 inklusive Lehrmittel. Der Bund erstattet unter bestimmten Voraussetzungen bis zu CHF 4’300.
  • Höhere Fachprüfung: Danach ist die höhere Fachprüfung Hausmeister/in HFP möglich. Sie richtet sich an Fachleute, die den Unterhalt grösserer Liegenschaften planen und organisieren.
  • Zusatzausweise: Für die Berufsprüfung brauchst du ohnehin einige Ausweise, zum Beispiel die Fachbewilligung für Pflanzenschutzmittel und den Kursausweis als Berufsbildner.
  • Zuschläge: Nacht- und Sonntagseinsätze werden nach Gesetz mit Zuschlag bezahlt (siehe unten).

Arbeitszeit, Ferien und Zuschläge

Ohne GAV gelten das Arbeitsgesetz und das Obligationenrecht. Dein Arbeitsvertrag kann bessere Regeln enthalten.

RegelungDas gilt laut Gesetz
Höchstarbeitszeit45 oder 50 Stunden pro Woche, je nach Betrieb und Funktion
ÜberstundenZuschlag 25 % oder Freizeit gleicher Dauer. Schriftlich kann etwas anderes vereinbart werden.
Überzeit (über der Höchstarbeitszeit)Zuschlag mindestens 25 % oder Freizeit gleicher Dauer
Nachtarbeit (23 bis 6 Uhr), vorübergehendLohnzuschlag mindestens 25 %
Sonntagsarbeit, vorübergehendLohnzuschlag 50 % plus Ersatzruhe
Ferienmindestens 4 Wochen, bis 20 Jahre 5 Wochen
13. Monatslohnnicht gesetzlich vorgeschrieben, nur wenn im Vertrag vereinbart

Mehr zu Ferien liest du im Ratgeber Urlaubstage Schweiz. Was in der Probezeit gilt, erklären wir unter Probezeit Schweiz.

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Fachmann Betriebsunterhalt, Hauswart, Hausmeister: Was ist was?

Fachmann/Fachfrau Betriebsunterhalt EFZ ist eine dreijährige Lehre. Die Bildungsverordnung wurde revidiert und gilt in neuer Fassung seit 1. Januar 2023. Fachleute Betriebsunterhalt reinigen Gebäude und Anlagen, warten Maschinen, machen kleinere Reparaturen, pflegen Grünflächen, räumen Schnee und kümmern sich um Abfall und Sicherheit.

Hauswart/in mit eidg. Fachausweis ist eine Berufsprüfung. Zugelassen wird, wer bis zur Prüfung diese Punkte erfüllt:

  • ein eidg. Fähigkeitszeugnis (EFZ) einer dreijährigen Grundbildung
  • mindestens 2 Jahre Praxis als Hauswart mit einem Pensum von mindestens 80 %
  • Zusatzausweise wie ECDL Base, Kursausweis Berufsbildner, Fachbewilligung Pflanzenschutzmittel und Nothelferausweis mit CPR

Das EFZ muss nicht Fachmann Betriebsunterhalt sein. Über die Zulassung entscheidet die Prüfungskommission.

Hausmeister/in HFP ist in der Schweiz die höhere Fachprüfung, die auf dem Hauswart-Fachausweis aufbaut. Achtung: In Deutschland ist Hausmeister die übliche Berufsbezeichnung. In der Schweiz heisst der Beruf Hauswart, und Hausmeister ist ein höherer Abschluss.

Betreust du vor allem Heizung, Lüftung oder Elektro, lohnt sich ein Blick auf verwandte Berufe. Lies dazu unsere Ratgeber zum Elektroinstallateur Lohn, zum Sanitärinstallateur Lohn und zum Servicetechniker Lohn.

Mit deutscher Ausbildung: Anerkennung und Lohn

Weder Hauswart noch Fachmann Betriebsunterhalt stehen auf der Liste der reglementierten Berufe des SBFI (Stand Mai 2025). Laut SBFI brauchst du für eine Anstellung in einem nicht reglementierten Beruf nicht unbedingt eine Anerkennung. Du kannst dich also direkt bewerben.

In der Gleichwertigkeitsliste CH-DE des SBFI (Stand 31.12.2025) gibt es keinen deutschen Beruf, der dem Fachmann Betriebsunterhalt EFZ entspricht. Auch Hausmeister steht nicht auf der Liste. Hast du aber einen Handwerksberuf gelernt, der auf der Liste steht, kannst du dessen Gleichwertigkeit beim SBFI feststellen lassen. Beispiele:

  • Elektroniker für Betriebstechnik = Elektroinstallateur EFZ
  • Tischler = Schreiner EFZ
  • Gärtner = Gärtner EFZ, Fachrichtung Pflanzenproduktion und Garten- und Landschaftsbau

Das hilft dir doppelt. Du zeigst dem Arbeitgeber, dass du eine Berufslehre auf EFZ-Niveau hast. Und für die Berufsprüfung zum Hauswart brauchst du ein EFZ. Ob dein deutscher Abschluss reicht, entscheidet die Prüfungskommission. Ein Nachweis der Gleichwertigkeit hilft dabei. Mehr dazu liest du im Ratgeber Anerkennung von Gesellenbrief und Meister in der Schweiz.

Ohne GAV gibt es keine Regel, die deutsche Abschlüsse tiefer einstuft. Dein Lohn ist Verhandlungssache. Mit einem Arbeitsvertrag bekommst du als Deutscher eine Aufenthaltsbewilligung. Welche das ist, erklären wir unter Aufenthaltsbewilligung Schweiz. Einen Überblick über Berufe und Wege findest du in Als Handwerker in die Schweiz.

Brutto und netto: Was bleibt übrig?

Von deinem Bruttolohn gehen in der Schweiz diese Abzüge weg:

  • AHV/IV/EO: 5,3 %
  • Arbeitslosenversicherung (ALV): 1,1 %
  • Nichtberufsunfallversicherung (NBU): je nach Branche und Arbeitgeber
  • Pensionskasse (BVG): je nach Alter und Pensionskasse
  • Quellensteuer: Mit Ausweis B wird sie direkt vom Lohn abgezogen. Wie viel, hängt von Kanton, Zivilstand und Kindern ab.

Was am Ende übrig bleibt, rechnest du mit unserem Brutto-Netto-Rechner Schweiz aus. Alles zur Quellensteuer findest du unter Quellensteuer Schweiz. Als Grenzgänger mit Wohnsitz in Deutschland zahlst du in der Schweiz höchstens 4,5 % Quellensteuer, den Rest versteuerst du in Deutschland.

Zum Vergleich: Ein Hausmeister verdient in Deutschland mit 10 Jahren Erfahrung im Mittel rund 2920 Euro brutto im Monat (38-Stunden-Woche, ohne Sonderzahlungen, laut WSI-Lohnspiegel der Hans-Böckler-Stiftung). Ein Hauswart in der Schweiz liegt laut Lohncheck bei rund CHF 4’500 bis 6’000 im Monat, 13 Mal im Jahr. Dafür sind Miete und Krankenkasse teurer. Plane das mit unseren Ratgebern zu den Lebenshaltungskosten in der Schweiz und zur Krankenversicherung ein.

Häufige Fragen

Wie viel verdient ein Hauswart in der Schweiz?

Laut Lohncheck liegt die mittlere Lohnspanne bei CHF 58’536 bis 77’958 im Jahr. Das sind rund CHF 4’500 bis 6’000 pro Monat bei 13 Monatslöhnen und Vollzeit.

Was verdient ein Fachmann Betriebsunterhalt EFZ?

Laut Lohncheck meist CHF 52’660 bis 67’328 im Jahr, also rund CHF 4’050 bis 5’180 im Monat bei 13 Monatslöhnen. Hauswarte liegen laut Lohncheck höher, bei CHF 58’536 bis 77’958.

Gibt es einen GAV für Hauswarte?

Nein, es gibt keinen allgemeinverbindlichen GAV für die Hauswartung. Es gelten Arbeitsvertrag, Arbeitsgesetz und Obligationenrecht. In Genf, Basel-Stadt, Neuenburg, Jura, Tessin und der Stadt Luzern gilt zusätzlich ein gesetzlicher Mindestlohn.

Wie werde ich Hauswart mit eidg. Fachausweis?

Du brauchst ein EFZ einer dreijährigen Grundbildung, mindestens 2 Jahre Praxis als Hauswart mit mindestens 80 % und einige Zusatzausweise. Der Vorbereitungslehrgang dauert rund zwei Jahre berufsbegleitend.

Kann ich als Hausmeister aus Deutschland in der Schweiz arbeiten?

Ja. Hauswart ist in der Schweiz nicht reglementiert, du brauchst also keine Anerkennung. Hast du einen Handwerksberuf gelernt, lohnt sich ein Nachweis der Gleichwertigkeit beim SBFI, auch für eine spätere Berufsprüfung.

Wie viele Ferien haben Hauswarte?

Laut Gesetz mindestens 4 Wochen pro Jahr, bis zum 20. Geburtstag 5 Wochen. Dein Arbeitsvertrag kann mehr Ferien vorsehen.

Stand: Oktober 2026. Quellen: SECO (Liste der allgemeinverbindlich erklärten GAV, Oktober 2026), Lohncheck.ch, Kanton Genf, Kanton Basel-Stadt, Bildungsverordnung Fachmann/Fachfrau Betriebsunterhalt EFZ, Universität St. Gallen und Yousty (Berufsbeschreibung), EBZ Solothurn-Grenchen, Weiterbildung BL, ausbildung-weiterbildung.ch, ch.ch, Obligationenrecht (Ferien), WEKA, SBFI-Gleichwertigkeitsliste CH-DE, SBFI-Liste der reglementierten Berufe, SBFI, WSI-Lohnspiegel der Hans-Böckler-Stiftung, Sozialversicherungsbeiträge 2026.

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