Elektroinstallateur Lohn Schweiz 2026: So viel verdienen Elektriker

Elektroinstallateur Lohn Schweiz 2026: GAV, Netto, Anerkennung

Inhalt

Als Elektroinstallateur EFZ verdienst du in der Schweiz direkt nach der Lehre mindestens CHF 4’500 im Monat. Nach einem Jahr Berufserfahrung in der Schweiz sind es mindestens CHF 5’000, und das 13 Mal im Jahr. So steht es im Gesamtarbeitsvertrag (GAV) der Elektrobranche, der für fast die ganze Schweiz gilt. Hier findest du alle Mindestlöhne 2026, realistische Löhne mit Erfahrung, Zuschläge und Ferien. Ausserdem erfährst du, was für Elektriker mit deutscher Ausbildung gilt.

Das Wichtigste in Kürze

  • GAV-Mindestlohn 2026 für Elektroinstallateure EFZ: CHF 4’500. Nach einem Jahr Berufserfahrung in der Schweiz sind es CHF 5’000 pro Monat.
  • Montage-Elektriker EFZ: mindestens CHF 4’300, nach einem Jahr CHF 4’700.
  • Es gibt einen 13. Monatslohn (100 % eines Monatslohns), eine 40-Stunden-Woche und 27 Ferientage (ab 50 Jahren 30 Tage).
  • Mit Erfahrung liegen viele Elektriker bei rund CHF 4’500 bis 5’800 im Monat. Mit Weiterbildung oder Teamleitung ist mehr möglich.
  • Mit deutscher Ausbildung bekommst du den EFZ-Mindestlohn nur mit einer Gleichwertigkeitsbestätigung. Ohne sie gilt ein tieferer Mindestlohn.

Neuer Job als Elektriker in der Schweiz? Wir finden die passende Festanstellung für dich und verhandeln deinen Lohn mit. Für dich 100 % kostenlos.

Kostenloses Kennenlerngespräch sichern

Mindestlöhne nach GAV Elektro 2026

Der GAV der Schweizerischen Elektrobranche ist vom Bund für allgemeinverbindlich erklärt, und zwar vom 1. Januar 2026 bis 31. Dezember 2029. Er gilt damit für alle Firmen, die elektrische Installationen machen, in der ganzen Schweiz ausser in den Kantonen Genf und Wallis. Er gilt auch für Firmen aus dem Ausland, die in der Schweiz solche Arbeiten ausführen.

AusbildungMindestlohn ab AbschlussNach 1 Jahr Erfahrung in der Schweiz
Elektroinstallateur EFZCHF 4’500CHF 5’000
Montage-Elektriker EFZCHF 4’300CHF 4’700
Gebäudeinformatiker EFZ / Telematiker EFZCHF 4’770CHF 5’300
Teamleiter mit PrüfungszertifikatCHF 5’600–
Schulischer Abschluss oder ausländische Elektroausbildung (ohne Gleichwertigkeit)CHF 4’300CHF 4’600
Ohne Berufsabschluss in der ElektrobrancheCHF 4’200CHF 4’500 (nach 2 Jahren)

Alle Beträge sind Bruttolöhne pro Monat bei Vollzeit, also bei 40 Stunden pro Woche. Dazu kommt der 13. Monatslohn. Ein Elektroinstallateur mit einem Jahr Erfahrung kommt damit auf mindestens CHF 65’000 brutto im Jahr. Wer schon vor dem 1. Oktober 2025 angestellt war, bekam 2026 zusätzlich eine generelle Lohnerhöhung von CHF 50 pro Monat.

Wichtig: Die Mindestlöhne gelten nicht für Lernende und nicht für Mitarbeitende, die vor allem planen, kalkulieren oder Offerten schreiben, zum Beispiel Elektroplaner. In den Kantonen Neuenburg, Tessin und in der Stadt Luzern gelten eigene gesetzliche Mindestlöhne, wenn diese höher sind. Mehr dazu findest du in unserem Ratgeber zum Mindestlohn in der Schweiz.

Was verdienen Elektriker in der Praxis?

Der GAV legt nur die Untergrenze fest. Mit Erfahrung, Verantwortung und im richtigen Kanton verdienst du mehr. Diese Spannen zeigt die Lohndatenbank von Lohncheck (Stand 2026, Vollzeit, 13 Monatslöhne):

BerufMittlere Lohnspanne pro JahrDas sind ungefähr pro Monat
ElektroinstallateurCHF 58’256 bis 75’218CHF 4’480 bis 5’790
Montage-ElektrikerCHF 56’923 bis 75’053CHF 4’380 bis 5’770
NetzelektrikerCHF 59’400 bis 78’100 (Median CHF 68’700)CHF 4’570 bis 6’010

Die Monatswerte sind durch 13 geteilt und gerundet. Die „mittlere Spanne“ zeigt, wo die meisten Löhne liegen. Einzelne Stellen können darunter oder darüber liegen, aber nie unter dem GAV-Mindestlohn.

Diese Punkte bringen dir mehr Lohn:

  • Berufserfahrung: Bei Netzelektrikern steigt der mittlere Lohn laut Lohncheck von CHF 65’500 (unter 2 Jahre) auf CHF 74’400 im Jahr (über 10 Jahre).
  • Kanton: Zug und Zürich zahlen meist am besten, Tessin und Jura weniger. Bei Netzelektrikern liegt der Median in Zug bei CHF 70’800, im Jura bei CHF 63’600.
  • Verantwortung: Als Teamleiter mit Prüfungszertifikat liegt schon der Mindestlohn bei CHF 5’600 im Monat.
  • Weiterbildung: Mit einer Weiterbildung zum Elektro-Projektleiter oder Elektro-Sicherheitsberater übernimmst du mehr Verantwortung und kannst mehr verlangen.
  • Zuschläge und Spesen: Nacht-, Samstag- und Sonntagsarbeit wird mit Zuschlag bezahlt (siehe unten).

Zuschläge, Ferien und Arbeitszeit im GAV Elektro

RegelungDas gilt 2026
Arbeitszeit40 Stunden pro Woche, 2’088 Stunden im Jahr 2026
Ferien27 Tage, ab 50 Jahren 30 Tage
13. Monatslohn100 % eines durchschnittlichen Monatslohns
ÜberzeitZuschlag 25 %
Sonntag und FeiertagZuschlag 100 %
Nacht (23 bis 6 Uhr)Zuschlag 50 %
Samstag 13 bis 23 UhrZuschlag 25 %
Essen auswärtsmindestens CHF 18 pro Tag, wenn die Baustelle mehr als 15 Minuten vom Betrieb entfernt ist
PrivatautoCHF 0.60 pro Kilometer

Die Spesen-Ansätze gelten, wenn deine Firma kein eigenes, genehmigtes Spesenreglement hat. Ein eigenes Reglement muss mindestens gleich viel zahlen. Mehr zu Ferien in der Schweiz liest du in unserem Ratgeber Urlaubstage Schweiz.

Du willst wissen, was du als Elektriker in der Schweiz verdienen kannst? HeySwiss kennt die Löhne der Arbeitgeber und findet eine Festanstellung, die zu dir passt. Für dich 100 % kostenlos.

Jetzt unverbindlich beraten lassen

Elektroinstallateur, Montage-Elektriker oder Netzelektriker?

Elektroinstallateure EFZ (4 Jahre Lehre) planen, installieren und prüfen elektrische Anlagen in Gebäuden. Ihre Ausbildung ist breiter, deshalb liegt ihr Mindestlohn höher als bei Montage-Elektrikern EFZ (3 Jahre Lehre). Montage-Elektriker ziehen vor allem Leitungen ein und montieren Geräte.

Netzelektriker arbeiten am Stromnetz, also an Freileitungen, Kabeln und Trafostationen, oft bei Energieversorgern oder Netzbaufirmen. Der GAV Elektro gilt für Installationen ab dem Einspeisepunkt ins Gebäude. Für Netzelektriker richtet sich der Lohn deshalb meist nach dem Arbeitgeber und nicht nach der Tabelle oben.

Mit deutscher Ausbildung: Anerkennung und Lohn

Elektroinstallateur ist in der Schweiz ein reglementierter Beruf. Wer elektrische Installationen macht, braucht eine anerkannte Ausbildung. Zuständig für die Anerkennung ist das Eidgenössische Starkstrominspektorat ESTI.

Für viele deutsche Abschlüsse gibt es ein vereinfachtes Verfahren. Dazu gehören:

  • Elektroniker/in Energie- und Gebäudetechnik
  • Elektroniker/in Betriebstechnik oder Anlagentechnik
  • Elektroinstallateur-Geselle
  • Meister im Elektrotechniker-Handwerk

Dafür brauchst du laut ESTI nur eine Kopie deines Passes oder Ausweises und deines Prüfungszeugnisses. Auch das SBFI führt den Elektroniker für Betriebstechnik in seiner Liste als gleichwertig zum Elektroinstallateur EFZ.

Das ist auch für deinen Lohn wichtig. Mit einer Gleichwertigkeitsbestätigung von ESTI oder SBFI wirst du im GAV wie ein Elektroinstallateur EFZ eingestuft. Dann bekommst du mindestens CHF 4’500, nach einem Jahr in der Schweiz CHF 5’000. Ohne Bestätigung giltst du als „ausländische Elektroausbildung“ mit mindestens CHF 4’300 bzw. CHF 4’600. Das sind CHF 400 weniger im Monat, also CHF 5’200 im Jahr. Kümmere dich deshalb früh um die Anerkennung.

Was du sonst noch brauchst: Mit einem Arbeitsvertrag bekommst du als Deutscher eine Aufenthaltsbewilligung. Welche das ist, erklären wir unter Aufenthaltsbewilligung Schweiz. Einen Überblick findest du auch in Jobs in der Schweiz für Deutsche.

Brutto und netto: Was bleibt übrig?

Von deinem Bruttolohn gehen in der Schweiz diese Abzüge weg:

  • AHV/IV/EO: 5,3 %
  • Arbeitslosenversicherung (ALV): 1,1 %
  • Nichtberufsunfallversicherung (NBU): je nach Branche und Firma
  • Pensionskasse (BVG): je nach Alter und Pensionskasse
  • Quellensteuer: Mit Ausweis B wird sie direkt vom Lohn abgezogen. Wie viel, hängt von Kanton, Zivilstand und Kindern ab.

Was am Ende genau übrig bleibt, rechnest du mit unserem Brutto-Netto-Rechner Schweiz aus. Alles zur Quellensteuer findest du unter Quellensteuer Schweiz. Als Grenzgänger mit Wohnsitz in Deutschland zahlst du in der Schweiz höchstens 4,5 % Quellensteuer, den Rest versteuerst du in Deutschland.

Zum Vergleich: Ein Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik verdient in Deutschland im Mittel rund 3400 Euro brutto im Monat (3 bis 5 Jahre Erfahrung, laut Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit). In der Schweiz liegt schon der Mindestlohn nach einem Jahr bei CHF 5’000, 13 Mal im Jahr. Dafür sind Miete und Krankenkasse teurer. Plane das mit unserem Ratgeber zu den Lebenshaltungskosten in der Schweiz und zur Krankenversicherung ein.

Lohn in der Lehre

Für Lernende gelten die GAV-Mindestlöhne nicht. Die regionalen Branchenverbände geben Empfehlungen ab. EIT.ost empfiehlt für Lernende mit Lehrbeginn im Sommer 2026:

LehrjahrEmpfohlener Lohn pro Monat
1. LehrjahrCHF 800
2. LehrjahrCHF 1’000
3. LehrjahrCHF 1’300
4. Lehrjahr (nur Elektroinstallateur)CHF 1’600

Für Montage-Elektriker gelten in den drei Lehrjahren dieselben Empfehlungen. Andere Regionen können leicht abweichen.

Häufige Fragen

Wie viel verdient ein Elektriker in der Schweiz?

Ein Elektroinstallateur EFZ verdient laut GAV mindestens CHF 4’500 im Monat, nach einem Jahr Erfahrung in der Schweiz mindestens CHF 5’000, plus 13. Monatslohn. Mit Erfahrung liegen die meisten Löhne zwischen rund CHF 4’500 und 5’800 im Monat.

Was ist der Mindestlohn für Elektroinstallateure 2026?

CHF 4’500 brutto pro Monat ab Lehrabschluss und CHF 5’000 nach einem vollen Jahr Branchenerfahrung in der Schweiz. Für Montage-Elektriker EFZ sind es CHF 4’300 bzw. CHF 4’700.

Bekomme ich mit deutscher Ausbildung den gleichen Lohn?

Ja, wenn du eine Gleichwertigkeitsbestätigung von ESTI oder SBFI hast. Dann wirst du wie ein Elektroinstallateur EFZ eingestuft. Ohne Bestätigung liegt der Mindestlohn CHF 400 tiefer.

Gibt es in der Elektrobranche einen 13. Monatslohn?

Ja. Der GAV schreibt einen 13. Monatslohn von 100 % des durchschnittlichen Monatslohns vor. Er wird im Dezember oder beim Austritt bezahlt.

Wie viele Ferien haben Elektriker in der Schweiz?

Laut GAV 27 Ferientage pro Jahr, ab 50 Jahren 30 Tage. Lernende bis 20 Jahre haben 25 Tage.

Gilt der GAV Elektro in der ganzen Schweiz?

Fast. Er ist von 2026 bis 2029 allgemeinverbindlich, ausser in den Kantonen Genf und Wallis. Dort gelten eigene Regeln.

Stand: Oktober 2026. Quellen: GAV der Schweizerischen Elektrobranche (Allgemeinverbindlicherklärung 2026 bis 2029), ESTI, SBFI-Gleichwertigkeitsliste CH-DE, Lohncheck.ch, EIT.ost, Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Sozialversicherungsbeiträge 2026.

Bereit für deinen nächsten Schritt als Elektriker in der Schweiz? HeySwiss vermittelt dich in eine Festanstellung bei einem Schweizer Betrieb. Wir helfen dir auch bei Wohnungssuche und Umzug. Für dich 100 % kostenlos.

Kostenloses Kennenlerngespräch sichern

Weitere Ratgeber für Handwerker und Industrie findest du im Ratgeber Industrie & Handwerk.

Inhalt

Diese Artikel könnten dich auch interessieren