Inhalt Stationsleitung Pflege Lohn Schweiz – HeySwiss Ratgeber Du hast...
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Du hast den Arbeitsvertrag unterschrieben, den Umzug organisiert, der erste Arbeitstag steht bevor – und dann fällt dir auf: Probezeit. In der Schweiz gelten andere Regeln als in Deutschland, und gerade die ersten Monate entscheiden darüber, ob aus dem neuen Job eine langfristige Karriere wird. Die Probezeit ist kein Grund zur Panik – aber ein Grund, sich gut vorzubereiten. In diesem Ratgeber erklären wir dir, wie die Probezeit in der Schweiz funktioniert, welche Kündigungsfristen gelten, worauf Arbeitgeber achten und wie du als Pflegekraft die ersten Monate souverän meisterst.
Allgemeine Infos zum Start in der Schweiz findest du unter Wie kann ich in die Schweiz auswandern. Zum Arbeitsrecht: Arbeitsgesetz Pflege Schweiz.
| Aspekt | Gesetzliche Regelung (OR Art. 335b) | Praxis in der Pflege |
|---|---|---|
| Standard-Probezeit | 1 Monat (wenn nichts anderes vereinbart) | Fast immer 3 Monate im Vertrag |
| Maximale Probezeit | 3 Monate | Wird fast immer ausgeschöpft |
| Kündigungsfrist in der Probezeit | 7 Tage (auf jeden Tag kündbar) | 7 Tage – gilt für Arbeitgeber und Arbeitnehmerin |
| Kündigungsfrist nach der Probezeit | 1. Dienstjahr: 1 Monat, 2.–9. DJ: 2 Monate, ab 10. DJ: 3 Monate | GAV kann längere Fristen vorsehen |
| Form der Kündigung | Keine Formvorschrift (mündlich möglich), schriftlich empfohlen | Immer schriftlich |
| Begründung nötig? | Nein – keine Begründungspflicht (aber kein Missbrauch) | Korrekte Arbeitgeber führen ein Gespräch |
| Krankheit während der Probezeit | Probezeit wird um Krankheitstage verlängert (OR Art. 335b Abs. 3) | Wichtig: Krank = Probezeit wird gestreckt |
In Deutschland beträgt die Probezeit üblicherweise 6 Monate mit 2 Wochen Kündigungsfrist. In der Schweiz: maximal 3 Monate mit 7 Tagen Kündigungsfrist. Die Schweizer Probezeit ist also kürzer – aber die Kündigungsfrist ist ebenfalls kürzer. Das bedeutet: Die Entscheidung fällt schneller, in beide Richtungen. Dafür bist du nach 3 Monaten deutlich besser geschützt als in Deutschland nach 6 Monaten.
| Kriterium | Schweiz | Deutschland |
|---|---|---|
| Dauer | Max. 3 Monate | Ăśblich 6 Monate |
| KĂĽndigungsfrist | 7 Tage | 2 Wochen |
| Verlängerung bei Krankheit | Ja – um die Krankheitstage | Nein |
| Kündigungsschutz nach Probezeit | Kein spezieller Kündigungsschutz (aber längere Fristen + Sperrfristen) | Kündigungsschutzgesetz (ab 6 Monaten + >10 Mitarbeitende) |
| Missbräuchliche Kündigung | Verboten (OR Art. 336) – Entschädigung bis 6 Monatslöhne | Über Kündigungsschutzgesetz geregelt |
| Praxis in der Pflege | Probezeit-Kündigung sehr selten (Fachkräftemangel) | Probezeit-Kündigung selten, aber häufiger als in CH |
Ein wichtiger Punkt: Die Schweiz hat kein Kündigungsschutzgesetz wie Deutschland. Stattdessen gibt es Sperrfristen (Krankheit, Schwangerschaft, Militärdienst), während derer nicht gekündigt werden darf – aber erst nach der Probezeit. Während der Probezeit gibt es keinen Kündigungsschutz ausser dem Schutz vor missbräuchlicher Kündigung (Diskriminierung, Vergeltung). Mehr zu den Arbeitsbedingungen in der Pflege.
| Zeitraum | Was passiert | Worauf der Arbeitgeber achtet |
|---|---|---|
| Woche 1–2 | Einführung: Stationsrundgang, Team kennenlernen, Systeme lernen (Dokumentation, Medikamente), Bezugsperson zugewiesen | Offenheit, Lernbereitschaft, Pünktlichkeit, Umgang mit Patienten |
| Woche 3–4 | Zunehmende Selbständigkeit: Eigene Patienten übernehmen, Übergaben leiten, im Tagesablauf ankommen | Fachliche Kompetenz, Zuverlässigkeit, Teamfähigkeit |
| Monat 2 | Volle Einbindung: Selbständige Patientenbetreuung, Nacht-/Wochenenddienste, erste komplexe Situationen | Belastbarkeit, Eigeninitiative, Kommunikation bei Unsicherheiten |
| Monat 2–3 (Zwischengespräch) | Probezeitgespräch mit Stationsleitung: Feedback, offene Punkte, Zielsetzung | Reflexionsfähigkeit, Kritikfähigkeit, Entwicklung seit Woche 1 |
| Ende Monat 3 | Entscheidung: Übernahme oder (sehr selten) Nichtverlängerung. Meist ohne formellen Akt – du arbeitest einfach weiter | Gesamteindruck: Passt die Person ins Team? Ist die Qualität stimmig? |
In der Schweiz wird Pünktlichkeit noch ernster genommen als in Deutschland. 5 Minuten zu spät zur Übergabe ist ein Problem – nicht eine Lappalie. Plane 10 Minuten Puffer ein. Immer. Die Übergabe beginnt, wenn sie beginnt – nicht wenn du ankommst.
In der Schweizer Pflegekultur wird Nachfragen als Zeichen von Professionalität gewertet – nicht als Schwäche. Wenn du unsicher bist, frag. Wenn du etwas anders kennst, sprich es an. «Darf ich kurz nachfragen, wie ihr das hier handhabt?» ist immer richtig. Schweigend raten und Fehler machen ist immer falsch.
Du wirst in den ersten Wochen nicht alles verstehen – und das ist okay. Lache darüber, frag nach, zeige Interesse. Sage nie «Das ist doch kein richtiges Deutsch». Dein Team weiss, dass du dich eingewöhnen musst – und hilft dir gerne. Mehr unter Sprachen in der Schweiz.
Biete an, Aufgaben zu übernehmen. Melde dich für Zusatzdienste. Zeige, dass du engagiert bist. Aber: Dränge nicht deine deutschen Methoden auf («Bei uns in Deutschland machen wir das so»). Beobachte zuerst, verstehe das System, dann bringe Ideen ein – als Vorschlag, nicht als Belehrung.
Warte nicht bis zum offiziellen Probezeitgespräch. Frag nach 2 bis 3 Wochen deine Bezugsperson: «Wie läuft es aus deiner Sicht? Gibt es etwas, worauf ich achten sollte?» Das zeigt Reflexionsfähigkeit und gibt dir die Chance, frühzeitig zu korrigieren.
In der Schweiz wird akkurater dokumentiert als in vielen deutschen Einrichtungen – elektronische Systeme sind Standard. Lerne das Dokumentationssystem schnell und gründlich. Lückenhafte Dokumentation fällt in der Probezeit besonders auf.
Die Probezeit ist keine Einbahnstrasse. Du prüfst ebenso, ob der Job, das Team und die Einrichtung zu dir passen. Wenn etwas nicht stimmt – Arbeitsklima, Führungsstil, Einsatzbereich – hast du in der Probezeit die Freiheit, mit 7 Tagen Frist zu gehen. Bei HeySwiss unterstützen wir dich auch nach der Vermittlung – falls etwas nicht passt, finden wir eine Alternative.
Wenn du während der Probezeit krank wirst, passiert etwas Besonderes: Die Probezeit wird um die Krankheitstage verlängert. Beispiel: 3 Monate Probezeit, 10 Tage krank → Probezeit endet 10 Tage später. Das schützt den Arbeitgeber, der dich in der Probezeit ausreichend kennenlernen will. Für dich bedeutet es: Versuche, in den ersten 3 Monaten besonders auf deine Gesundheit zu achten. Und wenn du krank bist: Melde dich sofort und bringe ein Arztzeugnis (in der Schweiz ab dem 1. oder 3. Tag, je nach Arbeitgeber).
| Dienstjahr | KĂĽndigungsfrist | KĂĽndigungstermin |
|---|---|---|
| Probezeit (Monat 1–3) | 7 Tage | Auf jeden Tag |
| 1. Dienstjahr (nach Probezeit) | 1 Monat | Auf Monatsende |
| 2.–9. Dienstjahr | 2 Monate | Auf Monatsende |
| Ab 10. Dienstjahr | 3 Monate | Auf Monatsende |
Nach der Probezeit kommen zusätzlich Sperrfristen hinzu: Während Krankheit, Schwangerschaft, Militärdienst oder nach einem Betriebsunfall darf nicht gekündigt werden. Diese Sperrfristen gelten erst nach der Probezeit – nicht währenddessen. Das Schweizer System bietet weniger formalen Kündigungsschutz als Deutschland, aber in der Praxis werden Pflegekräfte wegen des Fachkräftemangels selten gekündigt.
| Grund | Wie häufig? | Was du tun kannst |
|---|---|---|
| Fachliche Mängel | Selten – die meisten ausländischen Diplome sind gut | Dokumentation und Medikamenten-Management schnell lernen |
| Teamprobleme / kulturelle Differenzen | Selten – Teams sind international und offen | Anpassen statt konfrontieren, Schweizerdeutsch positiv sehen |
| Unzuverlässigkeit / Pünktlichkeit | Häufigster Grund für Probleme | 10 Minuten Puffer, keine Ausreden, sofort melden bei Verspätung |
| Pflegekraft kündigt selbst | Gelegentlich – falsche Erwartungen, Heimweh | Vor dem Wechsel: Schnuppertag, ehrliche Recherche, HeySwiss-Beratung |
| Gesamtquote Probezeit-Kündigung (Pflege) | Geschätzt unter 5 % | Vorbereitung und die 7 goldenen Regeln minimieren das Risiko |
Bei HeySwiss endet unsere Betreuung nicht mit der Vertragsunterzeichnung. Wir bleiben auch während der Probezeit dein Ansprechpartner – bei Fragen, Unsicherheiten oder Problemen. Sollte es wider Erwarten nicht passen, finden wir gemeinsam eine Alternative. Und das kommt fast nie vor: Über 95 % unserer vermittelten Pflegekräfte bestehen die Probezeit und bleiben langfristig. Mach den Precheck und starte richtig vorbereitet.
Gesetzlich 1 Monat – kann aber im Arbeitsvertrag auf maximal 3 Monate verlängert werden. In der Pflege sind 3 Monate Standard. Während der Probezeit gilt eine Kündigungsfrist von 7 Tagen für beide Seiten. Nach der Probezeit: 1 bis 3 Monate je nach Dienstjahr.
Ja – mit 7 Tagen Frist, ohne Angabe von Gründen. In der Praxis ist das in der Pflege aber sehr selten (geschätzt unter 5 %). Der Fachkräftemangel macht Arbeitgeber eher geduldig. Missbräuchliche Kündigungen (wegen Geschlecht, Herkunft, Gewerkschaftszugehörigkeit) sind verboten und können zu Entschädigungen führen.
Die Probezeit wird um die Krankheitstage verlängert. Beispiel: 3 Monate Probezeit, 2 Wochen krank → Probezeit endet 2 Wochen später. Melde dich sofort krank und bringe ein Arztzeugnis. In der Probezeit gibt es keinen Kündigungsschutz bei Krankheit – der greift erst danach (Sperrfristen).
Ja – mit der gleichen 7-Tage-Frist. Wenn der Job nicht passt, bist du nicht gefangen. Aber: Kündige nicht überstürzt. Sprich zuerst mit deiner Stationsleitung oder mit HeySwiss – oft lassen sich Probleme lösen. Und falls nicht, helfen wir dir bei der Suche nach einer besseren Stelle. Aktuelle Stellen: Offene Stellen Pflege Schweiz.
Die 7 goldenen Regeln: Pünktlichkeit, Fragen stellen, Schweizerdeutsch positiv sehen, Eigeninitiative ohne Belehrung, Feedback einfordern, Dokumentation ernst nehmen – und wissen, dass auch du den Arbeitgeber prüfst. Informiere dich vorab über die Einrichtung, das Team und die Station. Mehr zum Einleben: Leben in der Schweiz.
Du willst die Probezeit in der Schweiz souverän meistern? Bei HeySwiss bereiten wir dich nicht nur auf den Job vor, sondern begleiten dich auch durch die ersten Monate – damit aus dem neuen Start eine langfristige Erfolgsgeschichte wird.
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Hey, ich bin Tara! Hier findes du regelmäßig Infos zu deinem Job in der Schweiz! 🙂🇨đź‡
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