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Gibt es in der Schweiz eine Impfpflicht für Pflegekräfte? Nein, eine allgemeine Impfpflicht gibt es nicht. Die Kantone könnten Impfungen für besonders exponierte Berufe nur bei erheblicher Gefahr für obligatorisch erklären. Arbeitgeber dürfen Impfungen in der Regel nur empfehlen, müssen sie aber bei Bedarf auf eigene Kosten anbieten. Hier findest du die Rechtslage, die empfohlenen Impfungen und den Unterschied zu Deutschland.
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Kostenloses Kennenlerngespräch sichernDas Epidemiengesetz erlaubt den Kantonen, Impfungen für gefährdete Bevölkerungsgruppen, für besonders exponierte Personen und für Personen mit bestimmten Tätigkeiten für obligatorisch zu erklären. Voraussetzung ist eine erhebliche Gefahr. Auch der Bundesrat kann in besonderen Lagen solche Massnahmen anordnen. Ein Obligatorium bedeutet allerdings nicht, dass jemand gegen seinen Willen geimpft wird. Es kann aber Folgen für den Einsatz in bestimmten Bereichen haben.
Eine Impfung ist ein starker Eingriff in die Persönlichkeitsrechte. Deshalb ist es in der Regel unzulässig, dass Arbeitgeber ihren Mitarbeitenden Impfungen vorschreiben. Ausnahmen sind für exponierte Stellen mit engem Kontakt zu infizierten oder besonders verletzlichen Menschen möglich, etwa im Spital. Im Bewerbungsgespräch darf nach dem Impfstatus nur gefragt werden, wenn das für die Stelle wirklich relevant ist.
| Frage | Antwort |
|---|---|
| Allgemeine Impfpflicht? | Nein |
| Kantonales Obligatorium möglich? | Ja, bei erheblicher Gefahr und für bestimmte Gruppen |
| Darf der Arbeitgeber eine Impfung vorschreiben? | In der Regel nein, Ausnahmen für exponierte Stellen |
| Wer zahlt Impfungen gegen Erreger am Arbeitsplatz? | Der Arbeitgeber |
Die Verordnung über den Schutz der Arbeitnehmenden vor Mikroorganismen (SAMV) verpflichtet den Arbeitgeber: Bist du gegen einen Erreger, mit dem du arbeitest oder dem du ausgesetzt sein könntest, nicht immun, musst du auf seine Veranlassung und Kosten eine wirksame Impfung erhalten, wo das möglich und sinnvoll ist. Lehnst du ab, wird das meist schriftlich festgehalten.
In Deutschland gilt seit März 2020 das Masernschutzgesetz: Wer in Gesundheitseinrichtungen arbeitet und nach 1970 geboren ist, muss einen Masernschutz nachweisen (§ 20 Infektionsschutzgesetz). In der Schweiz gibt es eine solche gesetzliche Nachweispflicht nicht. Viele Spitäler fragen aber nach dem Impfstatus oder bieten Impfungen beim Personalärztlichen Dienst an.
Nimm deinen Impfausweis zum Start mit. Viele Arbeitgeber prüfen Hepatitis B und Masern beim Personalärztlichen Dienst. Was du sonst für den Start brauchst, steht im Beitrag Arbeiten in der Schweiz. Unseren Ablauf siehst du auf Pflegejobs in der Schweiz.
Nein. Die Kantone könnten Impfungen für besonders exponierte Berufe nur bei erheblicher Gefahr für obligatorisch erklären.
In der Regel nicht. Ausnahmen sind für exponierte Stellen mit engem Kontakt zu infizierten oder besonders verletzlichen Menschen möglich.
Ist sie wegen der Arbeit nötig, der Arbeitgeber. Die SAMV verlangt, dass nicht immune Mitarbeitende auf Kosten des Arbeitgebers geimpft werden können.
Gesetzlich nicht. Viele Spitäler fragen aber nach dem Impfstatus oder bieten die Impfung an.
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Kostenloses Kennenlerngespräch sichernQuellen: arbeitsrecht-aktuell.ch: Impfpflicht am Arbeitsplatz (Art. 22 EpG), UZH: Impfkonzept 2025 (Art. 14 SAMV), Suva: Biostoffe im Gesundheitswesen, § 20 Infektionsschutzgesetz (Deutschland). Stand: Oktober 2026.
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